Politik-Artikel künftig nur noch auf meinem neuen Blog weilmeier.de

Ich habe mich entschlossen, die Themen zu trennen. Hier auf diesem Blog stelle ich nur noch meine Philosophie-Videos ein.

 

Politische Artikel in meinem bekannten Stil wird es künftig nur noch auf meinem neuen, besser gestalteten, Blog geben:

http://www.weilmeier.de/

 

Er ist auch erreichbar unter

https://weilmeier.wordpress.com/

 

Also bitte den Blog wechseln, wenn ihr nicht speziell an Philosophie interessiert seid.

Ich freue mich, wenn ihr weiter dabei bleibt.

Dr. Christian Weilmeier

Die Globalisierung hat fertig

Seit über 30 Jahren ist sie nun das Mantra jeglicher Wirtschaftspolitik: Die Globalisierung. Freier Handel schafft Frieden, Entgrenzung der Märkte, Entgrenzung des Bankensystems, Entgrenzung des Arbeitsmarktes, Grenzen mussten weg, Grenzen sind schädlich. Gab es Probleme, dann mussten eben noch mehr Grenzen niedergerissen und noch mehr Lebensbereiche liberalisiert werden. Im Laufe der Jahrzehnte wurde dieses Dogma immer stärker, gefördert von einer gut geölten Lobby, bis sogar große Teile der etablierten Linken in den Chor der Liberalisierung einstimmten. Schröder lässt grüßen. Eine ganze Generation von Wirtschaftswissenschaftlern hat überhaupt nichts anderes mehr erlebt als diese Denkrichtung.

Für die Politik wurde die Welt immer einfacher. Wirtschaft wird in der Wirtschaft gemacht. Die Politik solle sich da raushalten, war die allgemeine Meinung. So entstand auch eine ganze Generation von Politikern, die nicht anderes kannte, als diesen Glaubenssatz. Und selbst die selbsternannte „Systemopposition“ in Form der AfD kann sich heute nichts anderes vorstellen, als genau diese Denke.

Jetzt aber ist die ganze Geschichte vor die Wand gefahren. Die Globalisierung hat fertig. Irre Finanzkrisen, deren Zeche der Steuerzahler übernimmt. Staatliche Ausgaben wurden so lange gekürzt, bis die Infrastruktur marode wurde. Das Reichtumsgefälle in den einzelnen Staaten hat dramatisch zugenommen. Der Mittelstand schwankt. (Zahlen pro und contra siehe in verlinkten Artikeln unten). Der Druck auf untere Lohngruppen steigt. Weltweit nehmen Kriege und Konflikte zu. Der Gegenwind für die Globalisierer wird schärfer, auch von politischen Widerstandsgruppen

Die Politik wird nervös. Mit Mindestlohn und Einschränkung von Leiharbeit will man ein bisschen gegensteuern, ohne das Problem an der Wurzel zu packen. Man will nicht lassen vom Globalisierungsdogma, siehe TTIP-Verhandlungen. Klar, denn ohne diesen Glaubenssatz wäre man ratlos. Die heutigen Politiker haben nichts anderes gelernt als in diesen Kategorien zu denken.

Vorgeschlagen wird nun eine Art „New Deal“, Staat und Bürger sollen in der Wirtschaft mehr mitreden, die Finanzmärkte gezähmt und ein großes Investitionsprogramm aufgelegt werden. Das ist alles gut gemeint, aber sehr schwammig. Wenn alte Glaubensweisheiten fallen, dann stehen nicht sofort die neuen Glaubenssätze vor der Tür. Eine Zeit der Unsicherheit und Ratlosigkeit hat begonnen. Niemand weiß, was am Ende dabei herauskommt.

von Dr. Christian Weilmeier

Links mit weiteren Zahlen:

http://www.welt.de/wirtschaft/article147405611/Das-ist-die-grosse-Gefahr-der-sterbenden-Mittelschicht.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/rechtspopulisten-wettlauf-gegen-die-irren-zeitgeister-kolumne-a-1094375.html

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/konjunktur/studie-des-diw-die-mittelschicht-schrumpft-1997710.html

http://www.zeit.de/2015/06/mittelschicht-deutschland-einkommen-staat

Wie man es zum richtigen Verlierer bringt – Erfolg kann doch jeder

Erfolgreich sein kann doch jeder. So bringt man es aber zum richtigen Verlierer. Dr. Christian Weilmeier, Philosoph und Motivationstrainer, gibt Tipps, wie man es schafft, dass es steil abwärts geht, man alles verbockt und am Schluss als echte Niete dasteht.

Zum Video:

http://youtu.be/pd4RT6bqwNM

 

Achtung Comedy!

Europäische Börsen im Abwärtstrend – Kreditwürdigkeit der USA verschlechtert

Nach Standard & Poor’s sowie Moody’s erhöht nun die Ratingagentur Fitch den Druck auf die US-Finanzpolitik. Die USA könnten die höchste Bonitätsnote „AAA“ einbüßen, wenn die Schuldenobergrenze nicht rechtzeitig angehoben werde. Noch sind es nur Warnungen der bekannten und einflussreichen Rating-Agenturen. Falls aber den Warnungen Taten folgen und die Kreditwürdigkeit der USA tatsächlich herabgestuft wird, dann sähe es düster aus, nicht nur für die USA, sondern auch für die Weltwirtschaft insgesamt. Eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit bedeutet, dass die Aufnahme von Krediten teurer und evtl. sogar schwieriger wird. Je schlechter das Rating eines Schuldners, desto höhere Zinsen muss er bezahlen, will er sich Geld leihen. Die höheren Zinsen sind ein Risikoaufschlag, weil bei einem schlecht bewerteten Schuldner natürlich die Rückzahlung gefährdeter ist als bei einem guten Schuldner. Höhere Zinsen zahlen zu müssen, wäre für den Schuldenweltmeister USA ein harter Schlag und könnte auch die Weltwirtschaft in Gefahr bringen.

Die drohende Herabstufung der US-Kreditwürdigkeit belastet zunehmend auch die Börsen in Europa. Dazu kommen Sorgen um die Konjunktur in den USA und natürlich die Euro-Schuldenkrise. Ein Cocktail, der den Anlegern zunehmend unangenehm schmeckt. Es grenzt fast schon an ein Wunder, dass sich die Börsen überhaupt so lange gegen die widrigen Umstände resistent zeigten. Das liegt natürlich an dem noch herrschenden Wirtschaftsaufschwung, aber auch an dem Mangel an attraktiven Möglichkeiten zur Kapitalanlage. Die Zinsen in Euro-Land sind niedrig, da investiert so mancher in Aktien und hofft dort auf etwas Rendite. Die Skepsis aber steigt und wird weiter steigen. Es ist schwer vorstellbar, dass vor dem Hintergrund der Schuldenkrise und unsoliden Wirtschaftens der Regierungen der Aufschwung noch lange weitergeht. Der vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) berechnete Index zur Konjunkturerwartung ist jüngst um 6,5 Punkte auf 7,6 Zähler gefallen. Ein Signal, dass die Schuldenkrise irgendwann auf die Märkte durchschlägt. Da werden auf Dauer die Beruhigungsfloskeln der Notenbanken kaum helfen.

Wie jede Woche ist auch diesmal Griechenland für Schlagzeilen gut. Jetzt ist klar, dass das erste Hilfsprogramm in Höhe von 110 Mrd. Euro das Land nicht retten konnte. Man glaubt nicht mehr, dass die Hellenen 2012 schon wieder auf die Beine kommen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble will eine Umschuldung Griechenlands unter Einbeziehung privater Schuldner. Frankreich lehnt dies ab, um die eigenen Banken zu schützen.  Das muss eine herbe Enttäuschung sein für den so frankophilen Bundesfinanzminister. Eine Umschuldung würde bedeuten, dass die Schuldner auf Teile der Schulden verzichten bzw. die Rückzahlung strecken. Es ist eigentlich nicht einzusehen, warum private Gläubiger nicht auch einen Teil der Lasten schultern sollten. Neu ist, dass die Europäische Zentralbank EZB ihre harte Ablehnung einer griechischen Umschuldung relativiert. EZB-Chef Jean-Claude Trichet spricht dabei nicht von einer generellen Umschuldung, sondern bezieht sich auf eine begrenzte Schuldenstreckung. Es ist ein Kompromissangebot, eine Wendung die aufhorchen lässt. In jedem Fall wird es nun aber ein zweites Hilfsprogramm für Griechenland geben. Die Verhandlungen laufen bereits. Abwarten, ob die Strategen in den europäischen Hauptstädten in der Lage sind, das unkontrollierte Abrutschen Griechenlands in den Griff zu bekommen.

Da fragt man sich, wie eigentlich das Thema „Euro-Krise“ bei den Menschen ankommt. Ich habe mich dazu mal umgehört in Landshut. Die Stadt ist Teil der Metropolregion München und besitzt eine gut situierte bürgerliche Struktur. Keine Superreichen, aber alle können hervorragend leben. Das liegt auch an der hohen Präsenz des öffentlichen Dienstes dort und am Werk eines großen Automobilkonzerns. Die „Euro-Krise“ ist in der Stadt nicht wirklich präsent, bestenfalls noch das Thema Inflation. Es gibt eben keine Existenzsorgen. Wer als Automobilarbeiter 50 000 EUR oder mehr im Jahr verdient, der muss nicht so schnell zittern. Andreas Breiteneicher von FP Finanzpartner AG wundert das nicht. Der Normalbürger finanziere sein Haus, lege sich Versicherungen zu, der hätte nicht viel Bargeld übrig, um das er sich Sorgen machen müsse. Nur bei Leuten, die ein paar hunderttausend Euro anzulegen hätten, sieht er ein gesteigertes Interesse. Oder bei Menschen, deren Arbeitsplatz unsicher ist, weil die auf ihren Spargroschen existenziell angewiesen seien. Darüber hinaus Menschen zwischen 50 und 65, die als Rentner Bargeld halten wollen und deshalb nicht mehr alles Geld in Immobilien stecken.

In einer Hochburg der Etablierten wie Landshut ist das Bewusstsein der Krise also trotz der öffentlichen Debatte noch nicht angekommen. Ein interessanter Lackmustest, aber nicht mehr. Es gibt ja noch ganz andere Gegenden in Deutschland. Eine seltsame Allianz des Krisenbewussteins: Reiche und ökonomisch Gefährdete versus etabliertes Bürgertum.

Der Artikel ist zuerst erschienen in The Intelligence:

http://www.theintelligence.de/index.php/politik/kommentare/2776-europaeische-boersen-im-abwaertstrend-us-kreditwuerdigkeit-verschlechtert.html

Oberster EU-Korruptionsbekämpfer sieht eine Finanzmafia hinter der Krise

Europas oberster Korruptionsbekämpfer Wolfgang Hetzer geißelt die Machenschaften einer Finanzmafia, die für die Finanzkrise verantwortlich sei. Er spricht von der Existenzvernichtung ganzer Gesellschaften, von den Versagercliquen in Politik und Wirtschaft und davon, dass die Krise noch lange nicht vorbei ist. Klare Worte, kann man da nur sagen.

Das Budgetrecht des Bundestages werde ausgehebelt, wenn Deutschland immer mehr Geld in die diversen Rettungsfonds stecke. Es gebe überhaupt keinen Spielraum mehr.

Dies zeigt meiner Meinung nach, dass es schon um mehr geht als um die Wiederherstellung einer vernünftigen Finanzpolitik. Es steht die Demokratie auf dem Spiel und damit letztendlich auch das Wohl der Wirtschaft. Es geht nicht um einen ökonomischen Systemwechsel, es geht darum, die herrschenden Politiker und Bankmanager abzulösen, bevor es zur Katastrophe kommt.

Quelle:

http://www.welt.de/finanzen/article13407540/Im-Wuergegriff-der-Mafia-aus-Finanzwelt-und-Politik.html

Ex-Thyssen-Chef: Der Euro ist der Super-Gau für Deutschland

Ex-Thyssen-Chef Spethmann bezeichnet den Euro als Super-Gau für Deutschland. Der Wiederaufbau in Japan nach Tsunami und Fukushima soll 400 Mrd. Euro kosten. Der Euro hat Deutschland aber seit dessen Einführung 2500 Mrd. gekostet, mehr als fünf Mal so viel. Er fordert deshalb eine Revision der EU und Schluss mit allen Rettungsschirmen.

Quelle:

http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/tid-22479/debatte-der-verheimlichte-super-gau_aid_625051.html

Max Otte prophezeit Crash im Laufe von zwei Jahren

Prof. Max Otte sieht einen ausgeprägten Crash im Lauf der nächsten zwei Jahre. Von den Edelmetallen empfiehlt er Gold, Silber sei nur eine Wette. Darüber hinaus setzt er auf Qualitätsaktien als Inflationsschutz. Denn die Inflation sieht er kommen, die amerikanische Notenbank FED arbeite kräftig daran.

Quelle:

http://www.daf.fm/video/crashprophet-max-otte-der-dicke-knall-kommt-panik-verwerfungen-50144760.html