Politik-Artikel künftig nur noch auf meinem neuen Blog weilmeier.de

Ich habe mich entschlossen, die Themen zu trennen. Hier auf diesem Blog stelle ich nur noch meine Philosophie-Videos ein.

 

Politische Artikel in meinem bekannten Stil wird es künftig nur noch auf meinem neuen, besser gestalteten, Blog geben:

http://www.weilmeier.de/

 

Er ist auch erreichbar unter

https://weilmeier.wordpress.com/

 

Also bitte den Blog wechseln, wenn ihr nicht speziell an Philosophie interessiert seid.

Ich freue mich, wenn ihr weiter dabei bleibt.

Dr. Christian Weilmeier

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Flüchtlingskrise: Unsicherheitsfaktor Nationalstaat – Ordnungsfaktor Europa

Es ist ein faszinierender Prozess, den wir zurzeit beobachten können. Hunderttausende Flüchtlinge kommen nach Europa und die politischen Eliten der Nationalstaaten erleben einen unschönen Zusammenprall mit der Wirklichkeit. Seit Jahren hören wir von den Krisen rund ums Mittelmeer, von Krieg und Ausrottung. Das war aber für uns nur ein Medienphänomen, im Berliner Prenzlauer Berg oder in München-Bogenhausen war davon nichts zu spüren. Uns Deutschen geht es gut und der Rest interessiert nicht wirklich. Dieser behagliche Dämmerzustand hat auch unsere Fähigkeit zum Denken in politischen Zusammenhängen zerfressen.

Wir empfangen die Flüchtlinge mit persönlicher Empathie – und das ist gut so. Den gesamten Zusammenhang blenden wir aber aus und das ist ein Fehler, den auch die nationalstaatlichen Eliten machen. Insbesondere in Deutschland wird nur noch von heute auf morgen irgendwas organisiert, zu den politischen Folgen hört man nichts. Nur die Wirtschaft frohlockt mit wachem Verstand, kommen doch viele billige Arbeitskräfte ins Land und im Windschatten des Chaos kann der Sozialabbau, Deregulierung genannt, weitergehen. Von Politikern müsste man aber mehr erwarten als nur moralische Bekenntnisse und Nachgeben gegenüber den Forderungen der Wirtschaft. Es müsste darum gehen, wie unsere Gesellschaft in 20 oder 30 Jahren aussehen soll, was diese zusammenhält und wie diese handlungsfähig bleibt. Hier herrscht aber betretene Funkstille.

Umso interessanter ist es, wenn wir auf Europa blicken. Dort findet genau jene Debatte statt, die in Deutschland abgewürgt wird. Dort machen sich Politiker Gedanken um die Zukunft Europas, dort wird über den Tag hinaus gedacht. Nicht alles davon ist gut und sinnvoll, aber es ist Leben drin. Das hat täglich Rückwirkung auf Deutschland. Wir erkennen, wie wohltuend es ist, dass Deutschland nicht mehr nur im eigenen Saft brät, dass andere mitreden, dass die geistige Enge dieses Landes nicht mehr alles beherrscht. Deutschland allein ist nicht mehr zu trauen, die politische Führung hat abgewirtschaftet, die Grundstruktur der Landes ist bestenfalls noch ökonomisch diskutabel und selbst dort sind wir von der Mentalität her immer noch im 20.Jahrhundert. Die deutsche Politik hat abgedankt. Das merkte man spätestens seit der NSA-Affäre.

Viel wurde in den vergangenen Jahren darüber gesprochen, dass wir ein vereintes Europa brauchen, weil nur ein einiges Europa in der kommenden Welt der Milliarden-Imperien noch mitreden kann. In der Tat werden im Laufe des 21.Jahrhunderts die europäischen Nationalstaaten zu unbedeutenden Winzlingen. In dieser Flüchtlingskrise wird aber noch mehr deutlich. Die Gemeinschaft der europäischen Staaten tut uns gut. Deutschland allein hat immer die Tendenz, sich aus der realen Welt zu verabschieden und einen irren Sonderweg zu gehen. In der Gemeinschaft Europas aber wird das ausgeglichen. Meine Präferenz gilt daher einer weiteren Einigung Europas. Ich habe kein Vertrauen mehr in die Gestaltungskraft der Nationalstaaten, insbesondere Deutschlands. Das vereinte Europa wird viele der deutschen Spinnereien austarieren und ist auch als Gesamtgebilde in der Lage, sich in der Welt zu behaupten. Im kleinen Deutschland herrscht nur noch Panik, Panik vorm Aussterben, Panik vor dem Fortschritt, Panik vor freier Diskussion, Panik vor sich. Überwinden wir diese geistige Enge und Panik und schaffen einen Raum der Größe und Kooperation. Die Gemeinschaft der europäischen Völker ist eine Wiedergewinnung von Selbstbestimmung und Ehre.

von Dr. Christian Weilmeier

Barack Obama – Präsident des Chaos

Schon zu Beginn seiner Amtszeit bekam US-Präsident Barack Obama den Friedensnobelpreis. 2009 war das. Seither ist viel passiert, Friede allerdings ist keiner ausgebrochen. Glaubt man den Mainstream-Medien, dann liegt das nur an der bösen Welt. Schaut man sich die Aktionen des US-Präsidenten an, dann erweist sich das aber nur als kleiner Teil der Wahrheit.
Sicher, er trat ein schweres Erbe an. Sein Vorgänger George W. Bush hat ihm ein Land auf dem Weg zum Sicherheitsstaat hinterlassen. Ein immer diffuser werdender Krieg gegen den Terror, Abbau von Freiheitsrechten in den USA, die Finanzkrise, zahllose Krisenherde in der Welt. Im Vergleich zum unbeliebten Vorgänger wirkte Barack Obama wie ein Heiland. Brennpunkt der Hoffnung für viele Menschen, die einfach glauben wollten, dass die USA doch noch das Land sind, das sie immer zu kennen glaubten. In dieser Stimmung gab es den Friedensnobelpreis fürs Nix-Tun. Die Botschaft: Bitte, bitte lieber großer US-Präsident, führe die Welt in das Glück. Der naive Kinderglaube westlicher Gesellschaften musste an der Wirklichkeit zerbrechen.
Die bisherige Bilanz des 44. Präsidenten der USA ist verheerend, wenn man es nicht gerade aus der Sicht des US-Nationalismus sieht. Im Innern gibt es Rassenkrawalle wie in den 1960ern. Die Polizei marschiert auf mit militärischem Gerät, das sie von der Armee bekommen hat. Der Colt sitzt locker bei den US-Cops. Ein Haus am Homan Square in Chicago zum Beispiel dient als geheimes Polizeigefängnis. Darin verschwinden Menschen spurlos, nicht einmal Anwälte finden diese wieder. Verhältnisse wie in diktatorischen Bananenrepubliken. Aus New York wird die Folterung von Gefangenen durch Wärter berichtet. Guantanamo ist natürlich auch nicht geschlossen wie es Obama eigentlich versprochen hatte. Im Gegenteil wurde er zum König eines Drohnenkrieges, bei dem schon Tausende ohne Urteil liquidiert wurden. Die Souveränität anderer Staaten gilt nichts mehr. Der US-Geheimdienst spioniert schrankenlos und wer auf Rechtsbrüche aufmerksam macht wird gnadenlos verfolgt. Noch nie wurden Whistleblower so scharf gejagt wie unter Obama. Ein Zeichen der Unsicherheit.
Genauso brachial wird mit politischen Partnern umgegangen. Ersichtlich war und ist dies an der NSA-Affäre in Deutschland. Da wird bekannt, dass der US-Geheimdienst auf Teufel komm raus alles überwacht, was überhaupt nur peripher Sinn macht, dass der BND als Handlanger dient, dass mit deutscher Hilfe auch gleich noch andere europäische Politiker abgehört werden, und was passiert von deutscher Seite: nichts. Kein Wunder, dass die USA uns eine lange Nase drehen. In Deutschland werden neue US-Geheimdienstzentralen gebaut. Da werden Fakten geschaffen. Deutschland hat einen gewaltigen technologischen Rückstand und viel zu wenig Personal, was die Geheimdienste anbelangt. Kein Wunder, dass man handlungsunfähig ist.
Zur Bilanz Obamas zählt auch noch die verheerende Politik in Nordafrika und im Nahen und Mittleren Osten. Ein Land nach dem anderen versinkt nach US-Interventionen im Chaos: Libyen, Irak, Afghanistan und im Grunde auch Syrien, selbst wenn es dort anfangs keine direkte US-Intervention gab. Der Islamische Staat breitet sich immer weiter aus, nicht zuletzt weil die USA jegliche Glaubwürdigkeit verspielt haben. Wieder einmal wurde versucht, mit US-Bombern Probleme zu lösen, wieder einmal zeigt es sich, dass das nichts bringt.
Bei einer so miesen Bilanz ist es geradezu ein Glücksfall, dass Barack Obama nun Russlands Präsident Wladimir Putin zum Weltfeind stilisieren kann. So ein neuer kalter Krieg bringt Leben in morsche NATO-Knochen. Wieder einmal kann man die westliche Wertegemeinschaft beschwören und die Verbündeten um sich scharen. Die Werte sind durch das eigene Tun unglaubwürdig geworden, die Weltlage ist eine ganz andere, aber was macht das schon. Wie meldete doch die Mainstream-Presse: Der Handel EU-Russland bricht ein, der Handel USA-Russland steigt. Es gelingt den USA perfekt die Europäer gegen deren eigene Interessen handeln zu lassen und das ist doch mal ein großartiger Sieg für Obama.

von Dr. Christian Weilmeier

Wie man es zum richtigen Verlierer bringt – Erfolg kann doch jeder

Erfolgreich sein kann doch jeder. So bringt man es aber zum richtigen Verlierer. Dr. Christian Weilmeier, Philosoph und Motivationstrainer, gibt Tipps, wie man es schafft, dass es steil abwärts geht, man alles verbockt und am Schluss als echte Niete dasteht.

Zum Video:

http://youtu.be/pd4RT6bqwNM

 

Achtung Comedy!