Politik-Artikel künftig nur noch auf meinem neuen Blog weilmeier.de

Ich habe mich entschlossen, die Themen zu trennen. Hier auf diesem Blog stelle ich nur noch meine Philosophie-Videos ein.

 

Politische Artikel in meinem bekannten Stil wird es künftig nur noch auf meinem neuen, besser gestalteten, Blog geben:

http://www.weilmeier.de/

 

Er ist auch erreichbar unter

https://weilmeier.wordpress.com/

 

Also bitte den Blog wechseln, wenn ihr nicht speziell an Philosophie interessiert seid.

Ich freue mich, wenn ihr weiter dabei bleibt.

Dr. Christian Weilmeier

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Euro auf der Intensivstation: Grösste Kapitalflucht der Wirtschaftsgeschichte droht

Der Schlagabtausch zwischen Brüssel und Athen geht weiter. Die Euro-Finanzminster fordern von Griechenland konkrete Zusagen für Reformen im eigenen Land, Griechenland fühlt sich platt gemacht und legt mit Pfändung deutschen Eigentums nach. Die Eskalationsspirale dreht sich immer weiter.

In den Medien wird dabei der Eindruck erweckt, hier stünde eine erfolgreiche Eurozone gegen ein korruptes und kaputtes Griechenland. In Wirklichkeit liegen aber beide Streithähne bereits auf der Intensivstation. Seit letzten Sommer hat der Euro rund 25 Prozent seines Wertes verloren. Wir spüren das noch nicht in unserem Binnenmarkt, aber weltweit gesehen hat unsere Währung dramatisch an Wert eingebüßt. Die Europäische Zentralbank EZB heizt mit ihrer Geldpumpmaschine den Aktien- und Immobilienmarkt an. Gefährliche Blasen drohen, gerade weil alle Experten sagen, es drohe keine Blase und zum Investment raten. Wir kennen das ja: Wenn der Optimismus überschäumt, dann ist der Knall schon fast zu hören.

Dazu kommt, dass in den USA bald Zinserhöhungen kommen könnten. Auch das setzt den Euro unter Druck. Darüber hinaus gibt es Gerüchte am Markt, dass die EZB Schwierigkeiten hat, für ihre Anleihen genug Käufer zu finden. Die deutsche Bank sieht die Eurozone vor der größten Kapitalflucht der Wirtschaftgeschichte. Rund 1 Billion Euro werden pro Jahr das Währungsgebiet verlassen und den Wert des Euro weiter untergraben.

Man sieht also, die Eurozone wankt am Abgrund und hat keinen Grund, sich besser zu fühlen als Griechenland. Beide hängen an den Apparaten der Finanzjongleure … bis irgendwann jemand den Stecker zieht.

von Dr. Christian Weilmeier

Quellen:

http://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/devisen-rohstoffe/devisen-euro-stuerzt-unter-1-06-dollar/11487504.html

http://www.teleboerse.de/devisen/Euro-faellt-auf-tiefsten-Stand-seit-12-Jahren-article14670086.html

http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/39136-euro-reset-flucht-in-dollar

http://www.welt.de/wirtschaft/article138275451/Zauberlehrling-Draghi-fuerchtet-die-85-Cent-Prognose.html

EU: Hinterzimmerpolitik als falsches Dogma – Syriza macht es richtig

Es ist doch wirklich erstaunlich, wie sich manche in den Medien aufregen müssen über die Aktionen der neuen Syriza-Regierung in Griechenland. Da hagelt es Kritik und Belehrungen am laufenden Band. Eine der „schlimmsten“ Vorwürfe ist es, dass die neue Athener Regierung auf offener Bühne agiert und ihre Wahlversprechungen umsetzt.

Alexander Kritikos im Handelsblatt gerät dabei richtig in Zorn: die neue griechische Regierung mache sich keine Freunde damit, in der EU müsse man schweigen und sich dann im Hinterzimmer ohne Öffentlichkeit zusammensetzen, alles andere schickt sich doch nur für, offenbar dumme und überflüssige, Wahlkämpfe.

Nein, Herr Professor für Volkswirtschaftslehre. Entgegengesetzt zu Ihrem Namen sind Sie völlig unkritisch, was die EU-Politik anbelangt. Oder soll es für immer so weitergehen, dass Parteien im Wahlkampf etwas vollmundig versprechen, dann den selben halten und sich in den Hinterzimmern über den Tisch ziehen lassen. Ich finde es im Gegenteil sehr professionell, dass die Regierung Griechenlands jetzt Stärke zeigt, Unerschrockenheit, Konsequenz und Glaubwürdigkeit. Sie ist bereit zum offenen Konflikt und bricht damit die ungeschriebenen Regeln. Das verschafft ihr Respekt. Sie wuchert mit den Pfunden, die sie hat und bleibt glaubwürdig gegenüber der eigenen Bevölkerung. Gerade diese Glaubwürdigkeit wird sie brauchen, wenn sie den Griechen im Gefolge der Reformen einiges zumuten soll.

von Dr. Christian Weilmeier

Der Link zum Artikel im Handelsblatt:

http://www.handelsblatt.com/politik/international/griechenland-und-die-troika-tsipras-schiesst-nur-eigentore/11317798.html

Was Syriza von Pegida unterscheidet

In den letzten Monaten haben wir in Dresden große Demonstrationen der „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“, PEGIDA, erlebt. Haupttenor der Reden war die Warnung vor Islamisten, radikalen Moslems, Moslems, Asylsuchenden, Ausländern und dann irgendwann allem, was nicht so ist, wie man selbst. Es ging nicht um die großen Probleme der Zeit wie Euro-Krise, prekäre Lebensverhältnisse in immer mehr Staaten Europas, unsichere Arbeitsverhältnisse, zunehmende soziale Ungerechtigkeit, Wiederkehr des Krieges oder auch zunehmender Materialismus und Konsumismus unter den Menschen in einer immer egoistischeren Gesellschaft.

Nein, das alles war bei Pegida nicht das Thema. Man suchte sich einen einfachen Ausweg und griff die Schwachen in der Gesellschaft an, suchte sich unschuldige Sündenböcke. Ich spreche jetzt davon, was die Redner verbreiteten und was überwiegend zu sehen war. Es kann gut sein, dass manche Demonstranten auch wegen z.B. Armutsrenten auf die Straße gingen, aber der Tenor war ein anderer und darum geht es. Jeder, der teilnahm, wusste das.

Ganz anders hingegen Syriza in Griechenland. Hier werden nicht die Schwachen bequem zu Sündenböcken erklärt, sondern man greift die Verantwortlichen für die Probleme an, die politisch Mächtigen, die Wirtschaftsführer, die Entscheider. Syriza hat über Jahre die Finger in die Wunden gelegt, war dort, wo es wirklich brennt und hat sich eingesetzt für die Opfer einer verantwortungslosen Politik. Sich mit den Mächtigen anzulegen, kosten natürlich mehr Mut, als die Schwachen zu Sündenböcken zu erklären. Im Grunde ist PEGIDA eine feige Bewegung und darum war ich von Anfang an dagegen.

von Dr. Christian Weilmeier

Nach Griechenland-Wahl: EU beginnt Hatz auf Tsipras

Die ersten Entscheidungen des neuen griechischen Regierungschefs Alexis Tsipras haben den bekannten Beißreflex der EU ausgelöst: Wer nicht spurt, auf den wird scharf geschossen. Und so rollt jetzt die Diffamierungswelle gegen die neue griechischen Regierung und insbesondere Tsipras an.

In Zukunft nichts verpassen und gleich hier meinen YouTube-Kanal abonnieren:
https://www.youtube.com/channel/UCDht7mNN2yPH_vupxUsZS0g

Wie man es zum richtigen Verlierer bringt – Erfolg kann doch jeder

Erfolgreich sein kann doch jeder. So bringt man es aber zum richtigen Verlierer. Dr. Christian Weilmeier, Philosoph und Motivationstrainer, gibt Tipps, wie man es schafft, dass es steil abwärts geht, man alles verbockt und am Schluss als echte Niete dasteht.

Zum Video:

http://youtu.be/pd4RT6bqwNM

 

Achtung Comedy!

Wie die Euro-Krise eine europäische Nation schaffen könnte

Der Satz „Es gibt keine europäische Öffentlichkeit/kein europäisches Staatsvolk.“ scheint eine allgemeine Weisheit, die sogar das Bundesverfassungsgericht teilt. Aber stimmt das noch? Es scheint so, dass gerade die Euro-Krise die Völker Europas zusammenschweißt. Es ist die Dialektik der Geschichte.

Zum YouTube Video:

http://youtu.be/PEPLc-SvEp8