Politik-Artikel künftig nur noch auf meinem neuen Blog weilmeier.de

Ich habe mich entschlossen, die Themen zu trennen. Hier auf diesem Blog stelle ich nur noch meine Philosophie-Videos ein.

 

Politische Artikel in meinem bekannten Stil wird es künftig nur noch auf meinem neuen, besser gestalteten, Blog geben:

http://www.weilmeier.de/

 

Er ist auch erreichbar unter

https://weilmeier.wordpress.com/

 

Also bitte den Blog wechseln, wenn ihr nicht speziell an Philosophie interessiert seid.

Ich freue mich, wenn ihr weiter dabei bleibt.

Dr. Christian Weilmeier

Ein New Deal für Europa?

Man glaubt es nicht, aber jetzt wird angesichts des Erfolgs von Trump der olle Roosevelt wieder aus der Mottenkiste geholt. New Deal heißt das Schlagwort. Die EU soll das machen. Der New Deal war damals in den USA verbunden mit einer enormen Ausweitung der Kompetenzen des ohnehin schon bestehenden Bundesstaates. Außerdem funktioniert er nur, wenn man auf die nationale Karte setzt.

Die EU soll das wuppen? Ehrlich? Die kann sich doch nicht einmal auf ordentliche Grenzkontrollen einigen. In der Tat, sowas wie ein New Deal hat schon was, neue Chancen für die arbeitende Bevölkerung, Banken an die Leine legen und die Industrie für das Gemeinwohl in die Pflicht nehmen. Er funktioniert aber nur im Nationalstaat oder mit ein paar anderen Staaten zusammen, die dann fast fusionieren und einen neuen Machtblock bilden. Keine Idee für das Establishment.

von Dr. Christian Weilmeier

Zum Wahlerfolg der AfD

Mecklenburg-Vorpommern: Den selbstverliebten Hetzern von der AfD ist es gut gelungen, die örtliche Bevölkerung mit weltfernen Parolen zum Kreuz auf dem Wahlzettel zu bewegen. Ehrenhafte und anerkannte Begriffe wie Demagoge und Populist will ich für diese Sakkos nicht verwenden. Neben dem monatlichen Blick auf den Kontoauszug werden die AfD-Abgeordneten sicher noch Zeit finden, die islamische Machtübernahme in Schwerin zu verhindern. Die AfD braucht den Islam als Feindbild, weil sie den Menschen sonst nichts zu bieten hat, als den Neoliberalismus der 90er und die Mode der 80er. Meine Wut auf die politische Klasse ist groß, aber nicht so groß, dass ich eine Partei wähle, die den Leuten die Ohren voll labert, aber nicht von den entscheidenden Dingen spricht.

von Dr. Christian Weilmeier

Ein Muslim als Bundespräsident?

Navid Kermani wird als Bundespräsidenten-Kandidat gehandelt. Sofort toben Leute gegen ihn los mit Schaum vor dem Mund. weil ja ein Muslim nicht deutsches Staatsoberhaupt werden darf. Wie abgrundtief dumm und bösartig pervers dieses Gejaule ist, das merkt man, wenn man sich mit Kermani etwas beschäftigt hat. Es geht bei ihm um ein echtes religöses Ringen gerade in der Auseinandersetzung mit dem Christentum, das natürlich für den politischen Oppositions-Mainstream und die heuchlerischen Kultur-Christen völlig unverständlich ist. Kermani ist ein Mann des Ausgleichs, der aber auch hart die gegenwärtige deutsche Politik kritisiert. Ein Mann, der kein Blatt vor dem Mund nimmt, dankbar gegenüber Deutschland ist und aneckt, wenn es sein muss auch beim linksliberalen Mainstream der Süddeutschen Zeitung. Da hat er meinen Respekt. Chancen auf das Präsidentenamt hat er sowieso nicht, denn dazu braucht man einen politisch erfahrenen Heuchler und der ist er nicht.

Sachsen ist das neue Mekka

Petry gegenüber neuem Hausverlag Springer: Die Grundgesetzwidrigkeit des Islam ist eine Tatsache. Es sei jetzt halt nur noch das Problem zwischen frommen Muslimen, radikalen Muslimen und Islamisten zu unterscheiden. Auch diese Unterscheidung werden die Experten im Islam-Referat der AfD bald hinkriegen. Die Kompetenz zur Interpretation des Islam liegt ja längst nicht mehr in Mekka, sondern in Sachsen. Das deutsche Volk wartet sehnlichst auf eine Klärung der Islam-Frage, erst dann wird Deutschland frei sein von Ausbeutung, Bankstern und volksfernen Bürokraten.

von Dr. Christian Weilmeier

Gauland holt Kulturkampf aus der Mottenkiste

Ich würde ja gern meinen Blog zur Gauland-freien Zone erklären, aber es ist immer so erheiternd, was er sagt. Seine neueste Einlassung: Gläubige Muslime sind so nach Mekka orientiert, dass sie eigentlich als Beamte, Politiker und Staatsdiener jeglicher Art nicht tragbar sind. Erinnert euch das an was? Ja, der gute alte Kulturkampf aus dem 19.Jahrhundert lässt grüßen. Damals waren alle Katholiken verdächtig und wurden diskriminiert, weil die angeblich auf Rom hören (Ultramontanismus) und nicht auf den Deutschen Kaiser. Katholiken galten als unsichere Kantonisten. So empört sich heute Islamkritiker über die Muslime äußern, so empört äußerte sich damals das „aufgeklärte“ Bürgertum über den „fundamentalistischen“ und radikalen Papst Pius IX. und alle, die den auch noch gut fanden. Ja und überhaupt beteten die „Katholen“ alle auf Latein und nicht auf Deutsch. Damals ein weiterer angeblicher Beweis für mangelnden Patriotismus.

Wie ging das aus? Das katholische Milieu wurde zusammengeschweißt und es formierte sich mit der Zentrumspartei eine Speerspitze des politischen Katholizismus, die später dann zu einer der wichtigsten Stützen der Reichspolitik wurde. Der Kulturkampf ging nach hinten los. Gauland weiß dies auch alles, aber er verkauft uns halt alle so gern als dumm, wie ich über seine Späße lachen kann.

von Dr. Christian Weilmeier

Seehofer – Seepferdchen im politischen Haifischbecken

Der Streit zwischen CDU und CSU geht immer wieder in eine neue Runde. Ob zum Gaudium des Publikums, das sei dahingestellt. Damit man den Kampf der Schwesterparteien nicht nur als Krampf sieht, müsste eine wichtige Bedingung erfüllt sein: Die CSU lässt ihren Worten auch Taten folgen.

Genau das ist aber in letzter Konsequenz nie der Fall. Immer wieder fährt Seehofer der Merkel an den Karren, eine echte Alternative hat er aber nicht anzubieten. Es geht nur um die Profilierung und die Befriedung der angeblichen Erwartungen der Basis. Die CSU hat vor allem Angst. Angst um ihre Mehrheit, Angst vor Machtverlust, Angst vor Bedeutungsverlust. Die Partei ist ein Angstbeißer.

Kreuth fand nicht statt, die CSU hat sich damals in den 1970er Jahren nicht bundesweit ausgedehnt. Das erfolgte aus guten Gründen, die auch heute gelten. Die CSU ist auf Gedeih und Verderb auf die CDU angewiesen. Sie versucht nur ihren Wählern etwas anderes weiszumachen. Dazu kommt der zunehmende Bedeutungsverlust der Bundesländer, die immer kleineren Speilräume in der Landespolitik. Das Feld für die CSU wird immer enger. Ihre Taktik ist stets gleich: Vollmundige Forderungen stellen und dann wenn es ernst wird kneifen. Als Entschädigung bekommt sie wieder Geld für Straßen oder andere Lokalinteressen. Das ist kein schlechter Deal, die Menschen vor Ort freuen sich. Das pompöse Auftreten der CSU wirkt aber mit der Zeit nur noch lächerlich. Ein Relikt aus früheren Zeiten. Seehofer ist nur ein Seepferdchen im Haifischbecken der Politik.

von Dr. Christian Weilmeier