Politik-Artikel künftig nur noch auf meinem neuen Blog weilmeier.de

Ich habe mich entschlossen, die Themen zu trennen. Hier auf diesem Blog stelle ich nur noch meine Philosophie-Videos ein.

 

Politische Artikel in meinem bekannten Stil wird es künftig nur noch auf meinem neuen, besser gestalteten, Blog geben:

http://www.weilmeier.de/

 

Er ist auch erreichbar unter

https://weilmeier.wordpress.com/

 

Also bitte den Blog wechseln, wenn ihr nicht speziell an Philosophie interessiert seid.

Ich freue mich, wenn ihr weiter dabei bleibt.

Dr. Christian Weilmeier

Maroder Kern, Krisen-EU kopflos

Die Euro-Staaten hühnern kopflos in der Krise. Und während in Brüssel am Volk vorbei regiert wird, verschwinden wieder einmal Milliarden Euro im Dunkel einer Bank. Wenn es eine einheitliche europäische Außenpolitik geben soll, müssen alle mitmachen.

Kommentar von mir zur EU und deren Außenpolitk, Stichwort Nordafrika, auf The European. War überrascht, die Online-Zeitung hat täglich bis zu 450 000 Leser.

Artikel lesen:

http://www.theeuropean.de/christian-weilmeier/5872-krisen-eu-kopflos

 

Arabische Revolutionen könnten Jahrzehnte dauern

Der Präsident des Nahost-Instituts in Moskau, Jewgeni Satanowski, sieht die islamischen Länder in einem jahrzehntelangen Umbruchprozess. Er zieht den Vergleich mit Europa 1914-1945.

Er prognostiziert zudem einen Kollaps Ägyptens, weil das Land aufgrund von Vereinbarungen anderer Länder weniger Nilwasser erhalten wird. Auch Saudi-Arabien werde zerfallen.

Sicher ist meiner Meinung nach, dass wir jetzt nicht kurzfristige Veränderungen im islamischen Raum erleben, sondern eine langfristige Entwicklung. Wie tiefgreifend sie wirklich sein wird, das werden wir sehen. Interessant sind die Auswirkungen auf Europa. Hier meine ich gar nicht primär Flüchtlinge, sondern die geostrategischen Folgen. Ein Zerfall Saudi-Arabiens würde die Karten neu mischen, ein Wettlauf um die Kontrolle des dortigen Öls würde einsetzen. Auch im „Westen“ werden sich die Spannungen und sozialen Konflikte erhöhen.

Quelle:

http://de.rian.ru/opinion/20110305/258499136.html

Frankreich beunruhigt durch die Macht Deutschlands

Innerhalb der EU scheint sich der deutsch-französische Gegensatz zu verschärfen. In Frankreich grassiert ein zunehmender Minderwertigkeitskomplex gegenüber Deutschland, wegen dessen wirtschaftlicher und immer mehr auch politischer Stärke. Manche mahnen deshalb, dass Deutschland sich zurückhalten müsse (siehe Kommentar in der „Welt“).

Diese Einschätzung teile ich nicht. Schon seit Jahrzehnten grassiert dieses Minderwertigkeitsgefühl in Frankreich, obwohl die Fakten dagegen sprechen. Frankreich führt die EU politisch, Frankreich hat zentralen Einfluss auf alle EU-Organe, Frankreich kontrolliert die gesamte europäische Luft- und Raumfahrtindustrie und Frankreich nutzt jede deutsch-französische Zusammenarbeit, um einseitig Kapital daraus zu schlagen. Die deutschen Mitarbeiter von Eurocopter können ein Lied davon singen.

Frankreich hatte auch die Führung in der Festlegung der europäischen Nordafrikapolitik. Diese Diktatoren-zentrierte Politik ist vollständig gescheitert. Schon am Bürgerkrieg in Algerien trug Frankreich ein gerüttelt Maß Mitschuld. Es wird Zeit, dass die Europäer die französische Führung in Frage stellen und anfangen selbst zu denken.

Quelle:

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article12626263/Der-gefaehrliche-Neid-der-Franzosen-auf-Deutschland.html

 

Ägypten: Westen setzt auf Geheimdienstler Suleiman und damit auf die Fortsetzung des Regimes

Landauf landab predigen nun die westlichen Politiker den geordneten demokratischen Übergang in Ägypten. Vizepräsident Suleiman soll die Führung übernehmen, die Opposition einbinden und dann wird alles schön demokratisch und freiheitlich.

Diese Strategie ist ziemlich verlogen. Suleiman ist der engste Berater von Mubarak und war lange Jahre Geheimdienstchef. Also solcher hat er sehr eng mit den USA und Israel zusammengearbeitet. Kein Wunder, dass er nun favorisiert wird. Die Zusammenarbeit mit dem Westen disqualifiziert ihn nicht, sondern seine Rolle als Geheimdienstchef. Er war für die Unterdrückung der Demokratie zuständig, die Folterexperten des ägyptischen Geheimdienstes erledigten auch für andere Geheimdienste die Drecksarbeit. Dieser Mann hat sich für eine Führungsrolle in einer Demokratie total disqualifiziert. Er ist untragbar. Die westlichen Politiker wissen das, deshalb ist ihr Spiel zynisch und unverantwortlich.

Dem Geheimdienstmann Suleiman steht eine zersplitterte Opposition gegenüber, die gegen ihn wenig Chancen hat. Das Regime macht keine Zugeständnisse, nicht einmal die politischen Gefangenen werden jetzt freigelassen. Die westlichen Politiker sollten aufhören, uns zu verdummen. So bestätigt der Westen genau das Bild, das oft von ihm in der islamischen Welt gezeichnet wird.

Quelle:

http://www.sueddeutsche.de/politik/wandel-in-aegypten-neue-gesichter-alte-gangart-1.1056142

 

Britischer Premier Cameron: Muskulöser Liberalismus statt Multikulturalismus

Der britische Premierminister David Cameron vertrat heute auf der Münchner Sicherheitskonferenz die Ansicht, dass der Multikulturalismus durch einen „aktiveren, muskulöseren Liberalismus“ abgelöst werden solle. Ein ziemlich originelle politisch-korrekte Wortschöpfung, die es Wert ist, festgehalten zu werden. Er formuliert es eleganter als Angela Merkel, meint aber das Gleiche. Das politische Konzept der multikulturellen Gesellschaft sei gescheitert, das ist der gemeinsame Nenner von Merkel und Cameron.

David Cameron sieht eine der Ursachen der schwierigen Integration in einem Mangel an nationaler Identität der europäischen Nationen. Meinungsfreiheit, Demokratie und gleiche Bürgerrechte müssten stärker vom Staat vertreten werden.

Die Proteste in der arabischen Welt zeigten, so Cameron, dass westliche Werte und Islam „vollständig kompatibel“ seien.

Quelle:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,743763,00.html