Seehofer – Seepferdchen im politischen Haifischbecken

Der Streit zwischen CDU und CSU geht immer wieder in eine neue Runde. Ob zum Gaudium des Publikums, das sei dahingestellt. Damit man den Kampf der Schwesterparteien nicht nur als Krampf sieht, müsste eine wichtige Bedingung erfüllt sein: Die CSU lässt ihren Worten auch Taten folgen.

Genau das ist aber in letzter Konsequenz nie der Fall. Immer wieder fährt Seehofer der Merkel an den Karren, eine echte Alternative hat er aber nicht anzubieten. Es geht nur um die Profilierung und die Befriedung der angeblichen Erwartungen der Basis. Die CSU hat vor allem Angst. Angst um ihre Mehrheit, Angst vor Machtverlust, Angst vor Bedeutungsverlust. Die Partei ist ein Angstbeißer.

Kreuth fand nicht statt, die CSU hat sich damals in den 1970er Jahren nicht bundesweit ausgedehnt. Das erfolgte aus guten Gründen, die auch heute gelten. Die CSU ist auf Gedeih und Verderb auf die CDU angewiesen. Sie versucht nur ihren Wählern etwas anderes weiszumachen. Dazu kommt der zunehmende Bedeutungsverlust der Bundesländer, die immer kleineren Speilräume in der Landespolitik. Das Feld für die CSU wird immer enger. Ihre Taktik ist stets gleich: Vollmundige Forderungen stellen und dann wenn es ernst wird kneifen. Als Entschädigung bekommt sie wieder Geld für Straßen oder andere Lokalinteressen. Das ist kein schlechter Deal, die Menschen vor Ort freuen sich. Das pompöse Auftreten der CSU wirkt aber mit der Zeit nur noch lächerlich. Ein Relikt aus früheren Zeiten. Seehofer ist nur ein Seepferdchen im Haifischbecken der Politik.

von Dr. Christian Weilmeier

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