AfD als religionsfeindliche Partei

Die AfD findet zu sich selbst, als eine im Kern religionsfeindliche Partei. Da stimme ich dem Vorsitzenden des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, voll zu. Die innere Logik und Dynamik der politischen Islamfeindlichkeit führt schließlich zur Gegnerschaft gegenüber jeder Religion. Die AfD huldigt im Kern bereits Laizismus und Atheismus. Selbst Jan Fleischhauer in SPON und Jasper von Altenbockum in der FAZ gehen inzwischen auf Distanz und haben hervorragende Kritiken abgeliefert. Ich muss schmunzeln, wenn ich bei Fleischhauer etwas lese, was ich schon vor längerer Zeit schrieb: Mit der AfD kommt die political correctness von rechts.

Links zu den erwähnten Artikeln:

http://www.faz.net/aktuell/politik/die-afd-legt-sich-den-islam-zurecht-wie-sie-ihn-braucht-14212193.html#/elections

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/islam-und-afd-das-muslim-problem-kolumne-a-1090544.html

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Ein Gedanke zu “AfD als religionsfeindliche Partei

  1. Bedenkenswert ist dennoch einiges:
    Ist ein laizistischer Gesellschaftsordnung per se religionsfeindlich (s. Frankreich)?
    Ist Islamkritik identisch mit Religionsfeindlichkeit?
    Ist es religionsfeindlich, von einer Religion, die eine religiös fundierte Rechtsordnung (Sharia) dem öffentlichen Recht überordnet, eine dezidierte Klarstellung zu erwarten?
    Ist Kritik an religiösen Praktiken (betäubungsloses Schächten) antisemitisch oder religionsfeindlich?
    Ist es religionsfeindlich, die grundgesetzlich garantierte Religionsfreiheit in einem multireligiösen Land so ein zu grenzen, dass man einen aggressiven Transport religiöser Praktiken in den öffentlichen Raum (Gebetsräume in Schulen, getrennten Schwimm- und Sportunterricht von Jungen und Mädchen, Verbannung von Schweinefleisch aus Kindergärten, Mütter in Burkas, die ihre Kinder aus der Schule abholen,etc,etc) unterbindet?
    Ist die Aussage „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“ nicht eine kulturgeschichtliche Tatsache, die man mit dem Zusatz formulieren muß, dass die hier lebenden Muslime sehr wohl zu Deutschland gehören? Der Satz ist im übrigen der gleiche pathetische Müll wie seinerzeit die Formulierung „Der Islam gehört zu Deutschland:“
    Dient nicht die stereotype Verteufelung von Religionskritik als religionsfeindlich lediglich einer beabsichtigten Festigung eines Tabus?
    Beste Grüße
    W.H.

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