Platons Sonnengleichnis

Das Sonnengleichnis von Platon gehört zu seinen berühmtesten Gleichnissen. Im Video erkläre ich es ganz einfach, damit es auch jeder versteht. Ich konzentriere mich auf den Kern der Bedeutung, um nicht durch zu viel Information die Erklärung wieder zu verwischen.

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Aristoteles: Mensch als zoon politikon, ens sociale, soziales Wesen

Die Beschreibung des Menschen als zoon politikon durch Aristoteles ist eine berühmte Charakterisierung des Menschen, die inzwischen schon zur Allgemeinbildung gehört. Lateinisch heißt der Begriff ens sociale. Deutsch kann man das ungefähr als soziales Wesen oder politisches Wesen übersetzen. Im Video erkläre ich kurz, was es damit auf sich hat.

Gegen den grassierenden Türkei-Hass

Ist die Türkei das neue Griechenland? Auf die Idee könnte man kommen, denn Türkei-Bashing ist in Mode. Ja, man kann fast von einer Hass-Welle gegen die Türkei sprechen. Ich bin dagegen, so wie ich gegen den von der BILD geschürten Griechenland-Hass war. Die Türkei hat große Probleme. Nur gemeinsam aber können wir Europa stärken. Europa braucht die Türkei geostrategisch als Riegel vor dem Balkan, so wie früher Byzanz. Wir leben in einer Zeit, in der wir größer und mutiger denken müssen. Ein Rückzug ins kleine Biedermeier bringt nichts und ist mir auch zu defensiv.

von Dr. Christian Weilmeier

Neue Lage in der Flüchtlingskrise ignoriert

Heute sind Wahlen in Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz. Sie stehen ganz unter dem Zeichen der Flüchtlingskrise. Im Vorfeld dieser Wahlen kann man durchaus schon von einer hysterischen Stimmung sprechen. Gerade die AfD tut so, als würde Deutschland von Flüchtlingen überschwemmt und niemand ist da, der das stoppt. Auch die Mainstream-Medien machen bei der Hysterisierung der Öffentlichkeit mit. Es geht um Einschaltquoten und Klickzahlen. Eine irre Geschichte deswegen, weil sich die Lage inzwischen total geändert hat.

Es kommen nämlich kaum noch Flüchtlinge nach Deutschland. Die Balkanroute ist geschlossen. „In Deutschland ist die Zahl der Neuankömmlinge seither drastisch zurückgegangen. Am 27.Februar wurden an der deutsch-österreichischen Grenze noch mehr als 500 Einreisen gezählt, am 9.März waren es laut Bundesinnenministerium noch 89.“ (Landshuter Zeitung vom 12.03.2016, Printausgabe, Seite 1, Quelle: dpa). Das ist nicht das Werk von Angela Merkel, aber die Wirkung dieser Aktion hilft ihr. Die Zahl der Flüchtlinge ist drastisch gesunken. In Bayern werden bereits Notquartiere geschlossen und Turnhallen zurückgegeben.

Dazu kommt eine weitere Erkenntnis: Im Jahr 2015 kamen nur halb so viele Flüchtlinge wie gedacht, rund 600 000 statt 1,1 Millionen. Viele Flüchtlinge sind weitergereist, wurden doppelt erfasst etc.

Diese Lage wird natürlich von der AfD ignoriert, sie lebt ja von Feindbild Ausländer, sie wird aber auch von den Medien zu großen Teilen ignoriert. Man will sich nicht die Story kaputtmachen lassen, der große Wahlknaller muss heute stattfinden.

Es wird einige Monate dauern, bis die neue Lage ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gelangt ist. Dann wird hoffentlich wieder ein rationaler Ton in die Debatte einkehren und die Hetze gegen Migranten wird zumindest nachlassen.

Wer Migranten zum Sündenbock macht, der lenkt nur von den eigentlich Verantwortlichen für die Probleme in Deutschland ab. Schuld sind die Mächtigen und nicht die Ohnmächtigen.

von Dr. Christian Weilmeier

 

Quellen:

http://www.br.de/nachrichten/erstaufnahme-fluechtlinge-bayern-100.html

http://www.huffingtonpost.de/2016/03/12/fluchtlingskrise-zahlen-a_n_9445618.html

 

Zinssenkung und Währungskrieg

Die Europäische Zentralbank EZB bleibt ihrem Kurs treu, sie hat die Zinsen wieder gesenkt. Der Leitzins wurde von 0,05 Prozent auf null Prozent gesenkt. Der Strafzins für Bankeinlagen von Geschäftsbanken bei der EZB wurde nochmals verschärft von 0,3 auf 0,4 Prozent. Diesen Zins müssen Geschäftsbanken zahlen, wenn sie Geld kurzzeitig bei der EZB parken. Das Programm zum Ankauf von Staatsanleihen wird nochmals forciert von 60 Mrd. Euro pro Monat auf 80 Mrd. Euro pro Monat ab April 2016.

Die EZB versucht damit, nach eigenen Angaben, die Inflation auf 2 Prozent zu steigern, derzeit liegt diese nur bei 0,1 Prozent, um die Wirtschaft anzukurbeln. Dies funktioniert aber nicht und die EZB weiß das. Der eigentliche Grund der Aktion: Die EZB sitzt längst in der Falle. Sie muss die Zinsen immer mehr senken, damit die hoch verschuldeten Länder Südeuropas nicht in die Pleite rutschen. Sie riskiert damit, in Deutschland zur Blasenbildung, z.B. auf dem Immobilienmarkt, beizutragen und den Sparer zu schädigen. Darauf kann Draghi aber keine Rücksicht nehmen. Wenn sich jetzt in Deutschland Politiker und Verbandsvertreter darüber beschweren, dann muss man ihnen sagen, dass sie doch immer für den Euro und ein einiges Europa waren. Jetzt müssen sie die Konsequenzen tragen.

Dazu kommt, dass sich die Welt in einem Währungskrieg befindet. Die Staaten versuchen, sich über Wechselkurse gegenseitig Wirtschaftswachstum wegzunehmen. Die US-Notenbank Fed verfolgt einen Kurs der Zinserhöhung und geht damit einen anderen Weg.  Draghis Weg kann die Märkte immer weniger überzeugen, seine Aktionen lösen nur mehr ein Strohfeuer aus. Langsam wird es eng für die EZB.

von Dr. Christian Weilmeier

Schachtschneider mit Flüchtlingsklage gescheitert

Wird nicht hochgehängt, aber trotzdem erwähnenswert: Schachtschneider ist mit seiner Klage vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Flüchtlingspolitik gescheitert. Was ich schon lange vorher und immer wieder sagte, ist eingetreten. Leute, hört doch endlich auf mit dieser sinnlosen Klagerei. Das bringt nichts. Ich kann natürlich verstehen, dass manche den Schachtschneider und seine Klagen als PR-Aufhänger nehmen. Warum nicht. Schachtschneider fühlt sich gebauchpinselt und für die anderen Teilnehmer gibt es Presseresonanz. Für mich sind die Klagen aber nur ein PR-Gag, sonst nichts. So geachtet Schachtschneider in der Anti-Mainstream-Bewegung sein mag, ich halte persönlich nichts von seinen weltfernen Aktionen irgendwo zwischen Paragrafenreiter und Kant-Geschwurbel.

von Dr. Christian Weilmeier