Die Salafisten sind nicht die Bösen

Alle schlagen ein auf „die Salafisten“. Das Feindbild schlechthin. Dabei ist das so gar nicht richtig. Nur eine kleine Minderheit der Salafisten ist extremistisch im Sinne von Gewalt, die Mehrheit vertritt halt radikal ihren Glauben. Daran ist nichts Schlechtes. Der anerkannte Salafismus-Experte Ulrich Kraetzer untersucht in seinem Buch „Salafisten“ die Szene und kommt zu anderen Schlüssen als eine aufgeheizte öffentliche Meinung und ein hochgeputschter Sicherheitsapparat.

Im Gegenteil kommt er zu dem Schluss, dass unsere Dämonisierung mit schuld ist an der Radikalisierung von Salafisten. Ich habe das Buch letztes Jahr gelesen, jetzt scheint mir ein Hinweis darauf gut, weil wieder Hysterie geschürt wird über den Koran verteilende Moslems vor Flüchtlingsheimen. Es ist natürlich bequem, immer auf die Salafisten einzuschlagen und überall Skandal zu schreien, wo diese auftauchen. Die Medien sind wieder voll von hyperventilierenden Sozialarbeitern, die um die Ruhe im Flüchtingsheim barmen. Zu Protokoll: Es besteht Religionsfreiheit in Deutschland, auch für Moslems und auch für radikale Moslems.

von Dr. Christian Weilmeier

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