Feministische Erkenntnistheorie

Im Video erkläre ich, worum es in der feministischen Erkenntnistheorie geht. Was unterscheidet deren Fragestellung und worauf will sie hinaus?

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Putins Rätsel in Syrien

Wieder einmal hat Russlands Präsident Wladimir Putin die Welt überrascht. Er lässt in Syrien aufmarschieren. Der Westen grübelt, was das zu bedeuten hat. Was führt Putin im Schilde? Mögliche Antworten:

  1. Putin will sich beim Westen einschmeicheln. Es geht ihm nur darum, sich bei US-Präsident Barack Obama beliebt zu machen, damit die Sanktionen aufhören unter denen Russland leidet. Der Schlüssel dazu soll das Angebot eines gemeinsamen Kampfes gegen den Islamischen Staat sein. Gegen die Theorie spricht: Putin könnte sich einfach der bestehenden Anti-IS-Allianz anschließen. Fazit: Kann schon was dran sein, aber das Hauptmotiv ist das sicher nicht.
  2. Putin will das Regime von Assad retten. Gegen die Theorie spricht: Aus Russland verlautet seit Wochen, dass man nicht an der Person Assad hängt. Fazit: Assad um jeden Preis zu unterstützen, das wäre unklug. Viel wahrscheinlicher ist es, dass Putin einfach eine Art säkulares, berechenbares und russlandfreundliches Regime behalten will, egal wer dieses führt.
  3.  Putin will Syrien spalten. Russland-Korrespondent Benjamin Bidder weint im SPIEGEL, dass Putin Syrien spalten will, um wenigstens in einem Teil die Ordnung wieder herzustellen. Er tut so, als sei das eine perfide Machtstrategie des Kremls. Das ist wieder die Moralkeule gegen den bösen Putin. Bidder übersieht, dass auch das Londoner Internationale Institut für strategische Studien (IISS) von einer De-faco-Teilung Syriens spricht, die man jetzt nicht rückgängig machen könne und mit der man vorerst leben müsse. Realpolitiker Putin zieht also nur die Konsequenzen aus einer Einsicht, die auch dem Westen mittlerweile dämmert.
  4.  Meine These: Putin ist Pragmatiker. Er braucht weiter seinen Marinestützpunkt im syrischen Tartus und will die Präsenz Russlands im Nahen Osten sicherstellen. Assad ist schwach und braucht Hilfe. Also kommt Putin und baut den Marinestützpunkt Tartus aus. Darüber hinaus belegt er einen Flughafen in der großen syrischen Hafenstadt Latakia und kontrolliert damit wesentliche Teile der syrischen Küste. Solange Russland nicht ins Land ausgreift ist diese Position leicht zu halten. Sie sichert ihm Mitspracherecht und Handlungsfreiheit egal, was passiert. Putin nützt eine günstige Gelegenheit, ohne den großen Master-Plan zu haben.

von Dr. Christian Weilmeier

Quellen:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-was-wladimir-putin-mit-seinen-militaerhilfen-erreichen-will-a-1052907.html

http://orf.at//stories/2298862/

Europa-BRDigungs-Kanzlerin Angela Merkel

Er ist ein Kennzeichen der BRD-Kanzlerin Angela Merkel geworden, der Alleingang. Viel von Europa reden, Solidarität beschwören, jeden brandmarken, der nicht so denkt, aber selber ganz anders handeln. Man könnte viele Beispiele aus der Euro-Rettungspolitik nehmen, aber brandaktuell ist die Flüchtlingskrise.

Was wäre der normale Weg gewesen: Viele Flüchtlinge kommen nach Europa. Die deutsche Kanzlerin sieht das Problem, bespricht sich mit den Nachbarländern, fragt nach deren Meinung und am Ende steht eine gemeinsame Lösung. Falls keine solche gemeinsame Lösung zustande kommt, dann handelt man eben allein, im eigenen Interesse und im Geiste dessen, was auch andere wollen. Das wäre das logische Vorgehen nach der Bastelanleitung, die wir schon im Schulunterricht gelesen haben.

Wie lief es aber wirklich: Es kommen Flüchtlinge, Merkel fährt den politisch-korrekten Riecher aus und setzt auf das Pferd, das ihr die Zeitgeistführung bringt. Koste es was es wolle, Staatsinteresse hin oder her, Europa egal. Andere Länder wurden weder gefragt, noch konsultiert. Deutschland steigert sich in eine Welcome-Hysterie hinein, Merkel schwimmt ganz oben auf der politisch-korrekten Suppe, die Europa-Partner werden mit moralischen Drohungen platt gemacht. Deutschland ist wieder Weltmeister und gehe auch die Welt zugrunde.

Liest man ausländische Zeitungen, in den deutschen Medien taucht darüber fast nichts auf, da wird einem klar, wie sehr dieses Verhalten die anderen europäischen Völker vor den Kopf stößt, wie sehr die Wut im Verborgenen kocht. Es werden sogar extreme Theorien in etablierten Zeitungen wie dem französischen Figaro vertreten: Merkel nehme jetzt schnell die gebildeten Syrer auf und Frankreich dürfe dann den ungebildeten Rest aus der Sahelzone über Libyen nehmen. Diese Wut entzweit Europa in einer Zeit, in der wir eigentlich Zusammenhalt brauchen. Merkel spaltet Europa. Bei der Eurokrise Nord gegen Süd, bei der Flüchtlingskrise Ost gegen West. Europa wird ruiniert, Deutschlands Ruf auch. Angela Merkel, die BRDigungs-Kanzlerin.

von Dr. Christian Weilmeier

Quelle:

http://www.lefigaro.fr/politique/le-scan/citations/2015/09/14/25002-20150914ARTFIG00079-refugies-la-droite-francaise-critique-angela-merkel.php

http://www.lefigaro.fr/vox/politique/2015/09/14/31001-20150914ARTFIG00345-quand-l-allemagne-laisse-aux-autres-pays-le-soin-d-accueillir-les-nouveaux-entrants.php

Kulturkampf – Die Flüchtlinge werden politisch missbraucht

Deutschland – ein Meer der selbstlosen Hilfe und Nächstenliebe. Bei einigen einfachen Bürgern mag das so sein, in der Politik sieht das aber anders aus. Kant sagte, der Mensch dürfe niemals nur als Mittel (zu einem Zweck) gesehen werden. Flüchtlinge werden bei uns aber als Mittel zu einem poitischen Zweck gebraucht und damit missbraucht.

Die Bundesregierung als Auftragsempfängerin der Industrie will billige Arbeitskräfte ins Land holen. Das deutsche „Wirtschaftswunder“ der letzten Jahre beruhte vor allem auf dem Drücken von Löhnen. Das soll so weitergehen.

Eine Unzahl von Lobbygruppen, meistens linker oder linksliberaler Richtung, sieht die Flüchtlinge als Mittel zur gesellschaftlichen Umgestaltung, als revolutionäres Potenzial, um dieses gehasste Deutschland endlich klein zu machen. Der Hass macht sie blind dafür, dass sie willige Handlanger der kapitalistischen Führung dieses Landes sind. Die Konzernbosse lachen sich kaputt über Linke, die ihre industrielle Ausbeutungspolitik unterstützen. Im Internet wird jetzt nach Wiederaufnahme der Grenzkontrollen dazu aufgerufen, Flüchtlinge in privat organisierten Trecks ins Land zu schmuggeln. Diese Unterstützung der Mächtigen nennen sie „zivilen Ungehorsam“.

Mainstream-Medien nutzen gern und fördern gern jegliche Hysterie, um die Auflage zu steigern. Es muss immer ein Kampf „Gut gegen Böse“ sein, nur dadurch sammelt man Klicks und bringt sich ins Gespräch. Insofern ist die immer irrationalere Diskussion einer Medienlandschaft geschuldet, die stark unter Konkurrenzdruck steht.

Der Flüchtling dient auch zur Disziplinierung der nomalen Bürger. Es werden Rede- und Denkverbote verhängt. Wer das durchsetzen kann, der ist am Drücker. Redet der Bürger dann Flüchtlinge auf einer Veranstaltung ängstlich und eingeschüchtert als „MitbürgerInnen“ an, dann ist das auch wieder nicht recht. Es wird den Zensoren nie recht sein, es tobt ein Machtkampf.

Man sieht, es geht um Vieles, nur kaum um das menschliche Schicksal des einzelnen Flüchtlings. Er ist nur Mittel zum Zweck in einem „Kulturkampf“, wie es die britische Presse nennt. Genau das ist das moralische Trauerspiel.

von Dr. Christian Weilmeier

Quellen:

http://www.welt.de/kultur/article146352332/Warum-Fluechtlinge-nicht-automatisch-Buerger-sind.html

http://www.telegraph.co.uk/finance/economics/11854259/Europe-faces-political-war-on-two-fronts-as-backlash-builds.html

Merkels großer Plan

Es ist ein Dauerbrenner in den Medien. Egal welche Krise kommt, egal wie verfahren die Lage ist, egal wie sehr die Merkel-Regierung alles verbockt hat: die Physikerin der Macht, Angela Merkel, hat alles ausgerechnet, hat Planspiele schon früh vorher gemacht, hat den großen Plan. Noch durchschauen wir ihn nicht, wir einfachen Leute, noch sprechen alle Fakten dagegen, aber im Hintergrund, da hat sie schon die Lösung parat.

Wir haben es erlebt bei der Griechenlandkrise und jetzt wieder bei der Flüchtlingskrise. Natürlich trägt Merkel das Ihre dazu bei. Sie redet meist unklar, mit verschommenen Andeutungen, viefach interpretierbar. Wie ein Guru, wie ein Verschwörungstheoretiker. Die Unklarheit gibt ihr eine Aura der Autorität, weil man zur Interpretation gezwungen ist, sie zwingt uns alle, über sie nachzudenken, herauszufinden, was sie wirklich glaubt und vorhat.

In Wirklichkeit gibt es diesen Plan gar nicht. Es ist eine Marketing-Masche, die Merkels Handlanger gegenüber den Medien in Hintergrundgesprächen benutzen. Sie soll die Menschen beruhigen. Mutti wird es richten. Und wir wollen es gerne glauben.

von Dr. Christian Weilmeier

Die Salafisten sind nicht die Bösen

Alle schlagen ein auf „die Salafisten“. Das Feindbild schlechthin. Dabei ist das so gar nicht richtig. Nur eine kleine Minderheit der Salafisten ist extremistisch im Sinne von Gewalt, die Mehrheit vertritt halt radikal ihren Glauben. Daran ist nichts Schlechtes. Der anerkannte Salafismus-Experte Ulrich Kraetzer untersucht in seinem Buch „Salafisten“ die Szene und kommt zu anderen Schlüssen als eine aufgeheizte öffentliche Meinung und ein hochgeputschter Sicherheitsapparat.

Im Gegenteil kommt er zu dem Schluss, dass unsere Dämonisierung mit schuld ist an der Radikalisierung von Salafisten. Ich habe das Buch letztes Jahr gelesen, jetzt scheint mir ein Hinweis darauf gut, weil wieder Hysterie geschürt wird über den Koran verteilende Moslems vor Flüchtlingsheimen. Es ist natürlich bequem, immer auf die Salafisten einzuschlagen und überall Skandal zu schreien, wo diese auftauchen. Die Medien sind wieder voll von hyperventilierenden Sozialarbeitern, die um die Ruhe im Flüchtingsheim barmen. Zu Protokoll: Es besteht Religionsfreiheit in Deutschland, auch für Moslems und auch für radikale Moslems.

von Dr. Christian Weilmeier

Flüchtlingskrise: Die nationalistische Regierung Merkel

Deutschland ist in der Flüchtlingskrise der „moral champion of Europe“, der moralische Zuchtmeister Europas. Wir Deutschen haben begriffen, wie man Werte umsetzt, wie man moralisch ist und wer das nicht auch so sieht, der ist ein Schuft oder schlimmer. Argumente anderer Länder sind gleichgültig, das EU-Recht kann gebrochen werden, Deutschland macht den Alleingang, die anderen müssen parieren.

Es hätte auch anders laufen können. Deutschland berät sich mit seinen europäischen Partnern, bezieht deren Meinung mit ein und handelt dann gemeinsam mit den anderen. Das ist es ja auch, was uns immer beigebracht wurde, gemeinsam mit unseren Freunden etc. Jetzt aber ist alles anders, die Merkel-Regierung will mit dem Kopf durch die Wand, schafft vollendete Tatsachen, will nur die eigenen Interessen durchsetzen. Das ist es, was man Nationalismus nennt, egal wie schön man das mit Menschlichkeits-Blumen drapiert.

Vor Jahren schon hat man Polen genötigt einen Zaun zu bauen, um illegale Einwanderer abzuschrecken, gerade Deutschland forderte das. Nun macht es Ungarn und schon ist es der Bösewicht. Wie bei der Euro-Krise verdreht man das Recht, wie man es braucht und destabilisiert damit Europa. Im Ausland wird Deutschland vorgehalten, doch nur wieder eine Reservearmee an billigen Arbeitskräften importieren zu wollen. In der Tat speist sich ein guter Teil des deutschen „Wirtschaftswunders“ aus billigen Löhnen. Die Industrie giert nach Nachschub. Dafür opfert man offenbar auch die euopäische Solidarität.

Es ist höchste Zeit, dass Deutschland erkennt: Europa ist keine Einbahnstraße. Ein geeintes Europa ist nur möglich, wenn alle gleichberechtigt zusammenhelfen und sich respektieren. Niemand braucht einen Besserwisser-Zampano in der Mitte Europas, der die anderen nur abzockt.

von Dr. Christian Weilmeier