Begründungen für Menschenrechte

Im Video bringe ich die klassischen Begründungen für Menschenrechte. Bitte unterscheiden: Es geht um die Begründung, warum Menschenrechte gelten sollen, nicht um den Inhalt. Was alles ein Menschenrecht ist, das wäre der Inhalt, die Definition. Solche Definitionen liest man viele, ich beschäftige mich aber mit dem Problem der Begründung. Da weicht man gerne aus, weil das nicht so klar ist, wie man es der Bedeutung der Menschenrechte entsprechend gerne hätte. Für den Begriff Menschenwürde gilt das Gesagte im Grunde analog.

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Das Internet als Hassobjekt der Herrschenden

Lustig der WELT-Autor Thomas Schmid heute: Er brandmarkt den Spott über Till Schweiger als „elitäre Volksverachtung“. Ziemlich windschief, denn Schweiger als Star-Schauspieler ist doch wohl Elite, Oberschicht oder wie auch immer man das bezeichnet. Die Ausfälle Schweigers nennt Schmid „Bürgerbeteiligung“. Ist dann die Kungelrunde bei Merkel auch Bürgerbeteiligung? Seehofer, Gabriel etc. sind doch auch Bürger und werden an der Macht beteiligt. Absurde Verdrehungen. Leider geraten die Flüchtlinge immer mehr in den Hintergrund und es geht nur noch um einen Machtkampf und die Besetzung von Begriffen.

Es ist in, von der „Netz-Meute“ zu sprechen. Wie schon letztes Jahr bei der Ukraine-Krise. In diesem Begriff drückt sich die ganze Verachtung und Angst der herrschenden Elite gegen das Internet aus. Offen gegen das Web kann man nicht mehr sein, sonst wäre man von gestern, aber anhand solcher Beispiel kann man den Untergang beschwören. Sascha Lobo hat recht, unsere Elite ist den 1990er Jahren stehen geblieben und wird jetzt von den Entwicklungen überrollt. Wie lächerlich oft die Unkenntnis ist und sehr nur die Abneigung die Richtung bestimmt, sieht man heute auch an WELT-Autorin Hannah Lühmann. In einem Artikel beschwert sie sich, dass im Internet kein Anstand und keine Schönheit mehr zu finden seien und jetzt lasse auch Twitter in Tweets mehr als 140 Zeichen zu. Das schreckliche Gift der Meute werde dann noch aufgeblähter verkündet. Ein Flop der Artikel: Twitter ändert nicht die maximale Länge der Tweets, sondern der Direktnachrichten. Die Autorin kennt sich gar nicht aus, sondern jammert nur, wie schlimm die Welt geworden ist.

von Dr. Christian Weilmeier

Quellen:

http://www.welt.de/vermischtes/article145295275/Spott-ueber-Til-Schweiger-ist-elitaere-Volksverachtung.html

http://www.welt.de/kultur/medien/article145284552/Wird-jetzt-auch-noch-Twitter-zur-Quasselbude.html

Auguste Comte: Positivismus und Drei-Stadien-Gesetz

Im Video erkläre ich den Begriff des Positivismus, wie er von Auguste Comte geprägt wurde. Darüber hinaus erläutere ich die Drei-Stadien-Theorie / das Drei-Stadien-Gesetz / das Gesetz der Geistesentwicklung von Comte und was er unter Soziologie verstand.

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Ja zur Amtszeitbegrenzung für Politiker

Ex-Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement fordert eine Amtszeitbegrenzung für das Amt des Bundeskanzlers. Nach zwei Amtszeiten zu vier Jahren sollte Schluss sein.

In der Tat wäre eine Begrenzung der Amtszeit dringlich. Ob nach zwei oder drei Amtszeiten, darüber kann man diskutieren. In jedem Fall sollte ein Ende absehbar sein um die Lähmung zu vermeiden, die ein Land befällt nach einer überlangen Kanzlerschaft. Was jemand in zwölf Jahren nicht umsetzt, das passiert auch nicht mehr. Auch acht Jahre sind im Grunde genug. Deutschland leidet daran, dass sich Mandatsträger buchstäblich ins Amt festfressen. So kann das nicht weitergehen.

Meiner Ansicht nach sollte eine Amtsbegrenzung auch für die Ministerpräsidenten der Länder gelten. Mindestens, unter Umständen auch für Abgeordnete. Hier wäre echter Reformbedarf. Der Druck in diese Richtung muss aber von unten kommen, die Politiker selber werden naturgemäß nichts in diese Richtung unternehmen.

von Dr. Christian Weilmeier

Wieder Kämpfe in der Ukraine – Russland vor harter Entscheidung

Die Kämpfe in der Ukraine sind wieder ausgebrochen. Zentrum ist das Gebiet um Mariupol. Diese Stadt ist ökonomisch sehr bedeutend und strategisch wichtig in der Region. Wer letztlich angefangen hat, ist schwer auszumachen. Die Ukraine droht jedenfalls mit der Verlegung schwerer Waffen in das Gebiet. Das wäre ein Bruch des Minsker Abkommens. Die prorussischen Separatisten drohen in diesem Fall mit einer Ausweitung des Krieges.

Überhaupt läuft es zur Zeit dort nicht gut für Russland. Das Minsker Abkommen nützt vor allem der Ukraine. Kiew hat eine Atempause und kann weiter mit dem Westen anbandeln. Immer mehr US-Soldaten kommen ins Land. Russland hingegen hängen die wirtschaftlich desolaten Separatistengebiete wie ein Klotz am Bein. Eine ungemütliche Lage für Putin. Der Westen will die Sanktionen trotz Moskaus Entgegenkommen nicht aufheben. Das stärkt die Hardliner in Russland, die einen Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine fordern, um Fakten zu schaffen.

Putin steht vor einer harten Entscheidung. Kotau vor dem Westen oder militärisch das Heft wieder in die Hand bekommen. In beiden Fällen lachen sich die USA ins Fäustchen. Macht Putin den Kotau, dann ist er innenpolitisch ruiniert. Das will Washington. Greift er militärisch durch, dann jubelt die NATO und kann endlich loslegen. Auch das freut Obama. Man darf gespannt sein, wie sich Russland aus dieser prekären Lagen winden wird.

von Dr. Christian Weilmeier