Der Eros bei Platon

Auf Wunsch eines Zuschauers erkläre ich im Video den Begriff des Eros in Platons Dialog „Symposion“. Zugleich, weil so bekannt, den darin vorkommenden Kugelmenschen-Mythos.

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Donna Haraway über Gender Mainstreaming, Cyborgs, Transhumanismus

Im Video beantworte ich die Frage eines Zuschauers nach der Verbindung von Donna Haraway, einer bekannten Biologin, und dem Postrukturalismus. Ich beantworte die Frage, indem ich auf die Thesen Haraways zu den Themen Transhumanismus, Cyborgs und Gender Mainstreaming eingehe. Am Schluss ordne ich alles kritisch ein, stelle es in den Zusammenhang des Poststrukturalismus und erkläre, wie gesellschaftliche Veränderungen prägend auf Theorien wirken und diese mit hervorbringen. Ein Video, das einem hilft, den Zeitgeist zu verstehen.

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Poststrukturalismus – Was bedeutet das?

Im Video erkläre ich kurz, was Poststrukturalismus bedeutet. Darüber hinaus bringe ich Beispiele und nehme eine kritische Einordnung vor. Kompaktes Grundwissen in einem Video.

Den Poststrukturalismus muss man kennen, um viele politische, gesellschaftliche und wissenschaftliche Diskussionen heute zu verstehen.

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CIA organisiert sich neu – Deutsche Firmen und Experten sollen jetzt für USA spionieren

Die CIA hat eine umfassende Umorganisation ihrer Strukturen in die Wege geleitet. Es wird zehn Großabteilungen geben, so eine Art Kompetenzzentren. Sie werden jeweils zuständig sein für eine Weltregion. Darin zusammengefasst werden Analysten und operative Agenten, die bisher strikt organisatorisch getrennt waren.

Zudem werden die Sicherheitsüberprüfungen für Mitarbeiter gelockert, weil es für die CIA immer schwerer wird z.B. Computer-Experten zu gewinnen. Die gehen lieber zu Google oder Apple, da verdienen sie mehr und müssen sich nicht total durchleuchten lassen.

Die CIA will sich der digitalen Revolution öffnen, sprich „Big Data“ wird auch dort einkehren. Noch mehr als jetzt schon werden riesige Datenmengen gesammelt und die sozialen Netzwerke kontrolliert. Es wird ein „Direktorat Digitale Innovation“ eingerichtet, das das alles koordinieren und die Experten in deren Karriere unterstützen soll. Das steht in Konkurrenz zur NSA.

Bisher wurden die Daten für Drohnenangriffe von der NSA gesammelt, ins System eingepflegt und dann an die operativen Abteilungen weitergeleitet. Währenddessen sind die Daten oft schon veraltet und der Drohnenangriff misslingt. Daher sollen jetzt die Wege kürzer werden. Die NSA wird zum reinen Datenzulieferer.

Die US-Armee in Europa geht darüber hinaus einen neuen Weg. In einer Ausschreibung wurden deutsche Firmen und Spezialisten gesucht, die für die Amerikaner das Internet überwachen. Projektstandort ist Wiesbaden. Ein dezentraler Ansatz. Leute vor Ort, sollen vor Ort spionieren und nicht mehr US-Bürger.

von Dr. Christian Weilmeier

Quellen:

http://fm4.orf.at/stories/1733577/

http://fm4.orf.at/stories/1755381/

Unterschied ontisch – ontologisch, ontologische Differenz

Im Video erkläre ich den Unterschied zwischen ontisch und ontologisch. Darüber hinaus, was ontologische Differenz bedeutet. Das sind wichtige Begriffe aus der Ontologie, der Lehre vom Sein.

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Vereintes Europa oder doch lieber Nationalstaat?

Es ist ein alter Streit: Die einen wollen ein vereintes Europa, die anderen lieber den Nationalstaat als Zukunftsmodell für die europäische Ordnung. Das klassische Argument der Euro-Unionisten ist: In der Welt von heute sind die Nationalstaaten zu klein, um noch etwas zu bewegen. Das klassische Argument der Nationalstaatler: Der Nationalstaat ist der Bewahrer unserer Kultur und demokratischen Ordnung.

An beiden Argumenten ist was dran. In der Tat ist selbst der deutsche Nationalstaat mit seinen 80 Millionen Einwohnern längst kein Schwergewicht mehr in der Welt. Allein die Bevölkerungszahl Mexikos hat sich in den letzten 40 Jahren auf 112 Millionen Einwohner beinahe verdoppelt. Da wirkt Deutschland klein und wenig dynamisch von der schieren Größe her. Ganz zu schweigen von anderen, kleineren Nationalstaaten in Europa. Auch der wirtschaftliche Einfluss Deutschlands in der Welt schrumpft, weil andere stärker werden wie Indien oder China. Andererseits ist es auch richtig, dass bisher nur der Nationalstaat eine berechenbare demokratische Ordnung aufweist und unsere Kultur auf diesen Staat hin orientiert ist.

Gerade am Beispiel der Europaarmee zeigt sich aber, dass wir uns jetzt entscheiden müssen. Die Bundeswehr ist in einem schlechten Zustand, offenbar fehlen die Mittel, um ein hohes Ausrüstungsniveau zu halten. Die gleichen Probleme haben andere Staaten in Europa. Es machte daher Sinn, Armeen zusammenzulegen, um schlagkräftiger zu werden und unabhängiger von den USA. Allerdings wäre dafür eine demokratisch legitimierte Instanz in Euopa vonnöten, die diese gemeinsame Armee kommandiert, z.B. ein gewählter EU-Präsident. Zu einem solchen Souveränitätsverzicht sind die Nationastaaten aber noch nicht bereit. Die nationalen Armeen wirklich zu stärken haben wir aber auch nicht im Kreuz.

So sitzen wir in der Falle: Zu einer echten europäischen Union sind wir (noch) nicht bereit, den Nationalstaat zukunftsfähig zu machen schaffen wir aber ebenfalls nicht. Weder Fisch noch Fleisch, das ist das machtpolitisch gelähmte Europa am Anfang des 21. Jahrhunderts. Es ist fast schon wichtiger, dass wir uns überhaupt entscheiden, als für was. Nichtstun führt garantiert in den Abstieg.

von Dr. Christian Weilmeier

Warum die Deutschen aufgehört haben zu träumen

In den Medien wird über einen Studie der GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) über die Träume der Deutschen berichtet. Die Studie habe ich unten verlinkt. Tenor: Die Deutschen sind ein borniertes Biedermeier-Volk ohne Ehrgeiz. So könnte man die Umfrage polemisch zusammenfassen.

Ich glaube aber nicht, dass das die ganze Wahrheit ist. Natürlich sind die Deutschen keine Revoluzzer, aber das ist nichts Neues. Für mich widerspiegeln die „Träume der Deutschen“ vor allem die gegenwärtigen Fakten. Die Gesellschaftsschichten sind heute so undurchdringlich wie im deutschen Kaiserreich vor 100 Jahren. Gesellschaftlichen Aufstieg gibt es kaum mehr. Die Löhne sinken ständig weiter. Viele Jobs sind nur noch befristet. Unsicherheit und Druck am Arbeitsmarkt steigen. Aufstiegschancen werden geringer. Wo bitte soll in diesem Klima großer Ehrgeiz entstehen? Für die weit überwiegende Zahl der Deutschen geht es heute vor allem darum, den Standard zu halten, den man besitzt. Träumereien von der Karriere haben sich die Allermeisten abgeschminkt, spätestens in den 30ern.

Die etwas banalen Träume der Deutschen sind für mich einfach Ausdruck des Realismus. Es ist nicht mehr die Zeit des Himmelssturms, sondern eine Zeit, in der man versucht, zu retten, was noch zu retten ist. Man ist froh, ein normales Leben zu führen. Es spricht auch für die Deutschen, die Sinnlosigkeit des Hamsterrads mehr und mehr zu durchschauen.

von Dr. Christian Weilmeier

Quelle:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/umfrage-gfk-wuensche-der-deutschen-von-guter-fee-a-1022735.html