Philosophie erklärt: Platons Sonnengleichnis

Platons Sonnengleichnis ist eines der bekanntesten und wichtigsten Gleichnisse der gesamten antiken Philosophie. Im Video erkläre ich das Gleichnis kurz und allgemeinverständlich. Man muss allerdings beachten, dass es zu diesem Gleichnis viele Interpretationen gibt. Seit Jahrhunderten streiten sich die Forscher, was Platon genau gemeint hat.

Ich bringe im Video eine Erklärungsvariante, die eine große philosophiegeschichtliche Tradition hat. Es gibt aber auch andere Interpretationen. Insbesondere kann man ausführlich diskutieren über die Begriffe des Guten und der Wahrheit. Ich habe im Video keine exakte Begriffsdefinition vorgenommen, weil das den Rahmen gesprengt hätte. Das Video ist gedacht als Einführung in das Gleichnis.

Es geht mir darum, das Wesentliche zu vermitteln. Das Sonnengleichnis ist besonders spannend, weil es die Tür öffnet zu einer interessanten Definition des Gottesbegriffs, der über unser Alltagsverständnis hinausführt. Hier gebe ich im Video einige Hinweise zum Weiterdenken.

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Big Brother gibt Rabatt

Laut einer Umfrage befürworten 62 Prozent der deutschen Autofahrer die Überwachung ihres Fahrstils durch einen im Auto eingebauten Telematikchip. Dabei wird auch das Brems- und Beschleunigungsverhalten, die zurückgelegte Strecke, die Uhrzeit etc. erfasst. Die Überwachung findet Zustimmung, wenn die Autoversicherer dafür Rabatte anbieten.

Fast zwei Drittel aller deutschen Autofahrer würden sich per Telematik total überwachen lassen, wenn sie damit Geld bei der Versicherung sparen. Das zum Gegreine um den Datenschutz. Wenn also Big Brother ein paar Euro Rabatt einbringt, dann kann er gerne kommen. Schade, dass die NSA keine Rabattmarken verteilt.

Wer sich einen Überwachungschip in den Kopf setzen lässt, der bekommt Steuerrabatt. 80 Prozent der Deutschen dafür. Deutschland 2023.

Quelle:

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/kfz-versicherung-mit-kontrollgeraet-a-924716.html

Heribert Prantl lobt die AfD

Erstaunlich: Heribert Prantl lobt in einem Kommentar der Süddeutschen Zeitung die AfD. Sie hätte intellektuelle Kompetenz und begeisterte Mitglieder. Und wenn sie mal etwas rechts fischt, dann sei das nicht schlimm, weil das CDU und SPD auch schon oft getan haben. Ein ganz neuer Prantl. Die AfDler brauchen sich über die Presse nicht beschweren. Den Adelsschlag vom linksliberalen Meinungsführer Prantl haben sie schon.

Zum Artikel der Süddeutschen Zeitung:

http://www.sueddeutsche.de/politik/afd-alternative-dank-merkel-1.1778969

Deutschland ist noch Merkelland

Ergebnis der heutigen Bundestagswahl:

Der Großteil der Deutschen vertraut Angela Merkel und teilt ihr optimistisches Bild von unserem Land. Klar ist, dass hier alle Gefahren ausgeblendet werden, klar ist, dass hier das Wunschdenken regiert, klar ist aber auch, dass Merkel genau so ist und redet, wie die Mehrheit es haben will. Fazit für mich: Ein Umschwung kommt erst, wenn die Krise wirklich die Menschen persönlich trifft. Im Vorfeld lässt sich da nichts abmildern oder verhindern. Diejenigen, die klarer sehen, müssen sich (weiter) organisieren und dran bleiben.

Beispiel philosophischer Argumentation: Die Antithese ist die Anerkennung der These

Im Video gebe ich mal ein einfaches Beispiel philosophischer Argumentation. Ich mache das fest an dem Satz: Die Antithese ist die Anerkennung der These. Jede Aussage hat ihre impliziten Voraussetzungen und Behauptungen. Diese muss man erkennen und verstehen lernen.

Hierbei hilft die Sprachphilosophie. Wer die Antithese zu einer These aufstellt, der anerkennt die Existenz der These. Reine Negation/Verneinung bekräftigt das Negierte. Daher kommt auch das alltägliche Phänomen, dass wir durch die Bekämpfung von etwas, das Bekämpfte oft noch aufwerten und stärker machen. Es ist deshalb wichtig, nicht nur mit Antithesen zu arbeiten, sondern selbst positive und konstruktive Thesen aufzustellen.

 

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Diese Bundestagswahl muss eine Überzeugungswahl werden

In 3 Tagen, am 22.09.2013, ist Bundestagswahl. Wir haben die Wahl, wen wir für die nächsten 4 Jahre mit der Gestaltung der deutschen Politik betrauen. Dieses Mal, das zeigen alle Umfragen, wird es spannend. Das liegt daran, dass es mit der AfD einen neuen Konkurrenten für die etablierten Parteien gibt.

Die Alternative für Deutschland (AfD) wurde erst zu Beginn des Jahres gegründet. Sie hat sich seither weiterentwickelt und den Rahmen einer reinen Anti-Euro-Partei überschritten. Laut Umfragen kann sie den Einzug in den Bundestag schaffen. Die Kritiker des Euro-Rettungskurses haben damit eine Alternative, die sie wählen können. Es gibt keine Ausreden mehr, niemand muss mehr aus Verlegenheit das kleinere Übel wählen. Das gilt auch für diejenigen, die ihre CDU nach Jahren der Merkel-Herrschaft nicht mehr wiedererkennen. Auch sie haben die AfD als wählbare Alternative.

Oft wurde beschworen, dass diese oder jene Bundestagswahl eine Richtungswahl sei. Dieses Mal ist es tatsächlich der Fall. Es kommt deshalb darauf an, dass alle Wähler genau das wählen, wovon sie überzeugt sind. Diese Bundestagswahl muss eine Überzeugungswahl werden. Das gilt für die AfD, aber auch für die Linke. Wer links ist, der soll links wählen, nicht das kleinere Übel der SPD. Auch hier muss die Überzeugung Vorrang haben. Wer sich als Pirat fühlt, der soll die Piraten wählen. Wer liberal ist, der soll der FDP seine Stimme geben. Ebenso sollen die Anhänger von Union, SPD und Bündnis 90/Die Grünen handeln. Nur wenn alle den Mut haben, das zu wählen, was sie wirklich wollen, entsteht ein getreues Abbild des Wählerwillens, nur dann haben wir die Klarheit, die wir brauchen.

Das heißt im Umkehrschluss: Kein Raum für die strategische Wahl, keine Leihstimmen, kein verschwommenes Hin- und Her. Deutschland braucht jetzt Klarheit. Wir haben die Alternativen, um diese zu schaffen.

Wann endlich haben wir den Volksentscheid!

In gut einer Woche ist Bundestagswahl. Dort kann der Bürger seine Stimme abgeben. Hat er sie dann am 22.09.2013 abgegeben, dann ist er für vier Jahre stimmlos. Die Gewählten können im Grunde machen, was sie wollen, erst bei der nächsten Wahl müssen sie Rechenschaft darüber abgeben. In diesen vier Jahren können sie grundlegendste Entscheidungen treffen, sie können Fakten schaffen, die nicht mehr zu verändern sind. Die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes müssen das dann schlucken.

Diese Verhältnisse sind untragbar und nicht mehr zeitgemäß. Wir müssen die Chance haben, auch während einer Legislaturperiode zumindest bei grundsätzlichen Fragen mitzubestimmen. Dazu brauchen wir endlich das Instrument des Volksentscheids in Deutschland.

Ich spreche von VolksENTSCHEID und nicht von Bürgerbeteiligung. In Deutschland ist das Thema Bürgerbeteiligung in Mode gekommen. Bei der Bürgerbeteiligung werden Bürger an der Entscheidung komplexer Sachfragen beteiligt. Beteiligung heißt aber nicht Entscheidung. Bei einem Bürgerbeteiligungsverfahren werden nur Vorschläge für den Staat erarbeitet, entscheiden werden dann die Politiker. Solche Verfahren haben ihren Wert, das reicht aber nicht.

Ich selbst habe in der Vergangenheit sowohl Volksentscheide als auch große Bürgerbeteiligungsverfahren auf Landesebene organisiert. Es gibt niemanden in Deutschland, der diese doppelte Erfahrung nachweisen kann. Ich kann hier also aus der praktischen Kenntnis beider Welten heraus sprechen.

Was wir in Deutschland brauchen ist die Möglichkeit für die Bürger tatsächlich als Volk direkt Entscheidungen zu treffen. Deshalb brauchen wir direkte Demokratie. Die Argumente dagegen sind längst widerlegt, weder kam Hitler durch Volksentscheid an die Macht noch entscheiden Bürger bei Finanzfragen egoistisch. Nur die CDU, insbesondere Angela Merkel persönlich, hat in den vergangenen Jahren die Einführung des Volksentscheids in Deutschland verhindert. Zeit, dass sie die Quittung dafür bekommt. Jetzt heißt es Parteien wählen, die für den Volksentscheid eintreten.