PR-Kampagne „Ich will Europa“: gefällige Bilder, gefühlige Slogans, moralischer Druck

„Ich will Europa“. Das ist doch wieder mal eine dieser politischen PR-Kampagnen, die auf gefällige Bilder und gefühlige Slogans setzen. Politiker mit PR-gestalteter Autoritätsaura vermitteln uns mit Parolen aus der PR-Retorte ein schlechtes Gewissen. Wenn wir Europa nur tief im Herzen wirklich wollen, dann geschieht es auch. Es geschieht jetzt nicht, also wollen wir bösen Menschen es noch nicht stark genug.

Finanztechnik und Fehlentscheidungen auf politischer Ebene und bei den Banken haben da natürlich nie eine Rolle gespielt. Dieses aus dem tiefen Innern hervorquellende Wollen, das die Welt verändert, das ist eine alte deutsche Denkrichtung, aufgrund der schon viel Unsinn verzapft wurde. So nach dem Motto: Europa kann man nur mit dem Herzen richtig sehen, sagt uns der Oberstudienrat in der schönen Anzeige. Wie gehabt. Die alte Gouvernante Staat ruft uns zur Ordnung und drückt auf die Tränendrüse.

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Ein Gedanke zu “PR-Kampagne „Ich will Europa“: gefällige Bilder, gefühlige Slogans, moralischer Druck

  1. Zu meinen, die Ratingsagenturen seien an der Finanzkrise in Europa schuld, ist doch wohl etwas naiv. Es sind unsere Politiker, die in der Vergangenheit und auch noch jetzt alles tun, damit sich fundamental nichts an unserem Schuldendebakel ändert. Italiens Regierungspräsident hat unlängst zu Protokoll gegeben, dass seine Regierung nun alle Reformen umgesetzt habe!!! Man weiß nicht, ob man hysterisch lachen oder weinen soll.

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