Euro-Krise: Griechenland darf nicht der Sündenbock sein

Es ist gut, dass sich in Griechenland die Euro-Befürworter durchgesetzt haben. Damit kann Griechenland nicht mehr zum Feindbild stilisiert werden. Weder Griechenland noch die Banken sind Feinde. Es ist fatal, Länder oder Personengruppen zu Sündenböcken zu erklären. Die Ursache der Krise liegt im Euro-System selbst, so wie es konzipiert wurde. Jetzt wird es schwieriger für die EU-Mächtigen. Der Verschleiß geht weiter in x Verhandlungen. Als die Finanzkrise vor 5 Jahren aufkam, da dachte jeder, es ginge schnell vorbei. Jetzt sind wir immer noch drin. Das Gleiche gilt wohl auch für den Euro. Uns könnten noch viele Jahre der Krise bevorstehen. Wichtig ist, dass man nie bequemen Feindbildern folgt, sondern bei der Wahrheit bleibt. Diese wird sich am Ende durchsetzen.

Die EU auf dem Marsch ins Nirwana

Langsam stößt das Geplane um ein neues Europa an meine intellektuellen Grenzen. Ich verstehe schlicht und einfach nicht mehr, was die wollen. Jetzt will Hollande wieder mal die Schulden vergemeinschaften. Im SPIEGEL schallt es Jahr und Tag, dass die politische Union die Rettung sei. Was ich nicht kapiere: Wenn man einen Haufen Verlierer zusammenschließt, wird daraus doch kein Gewinnerteam. Die Schulden bleiben, die Misswirtschaft bleibt, die Unvereinbarkeit der ökonomischen Strukturen auch. Nur setzt man darauf den Deckel einer Zentralregierung. Für die gilt aber auch das Gesetz der ökonomischen Vernunft. Außer die neue Zentral-EU will ins wirtschaftliche Nirwana marschieren. Dann werden aber die Finanzmärkte die Euro-Bonds so lange abstrafen, bis nur noch rauchende Trümmer übrig bleiben. Zudem müsste eine politische Union sehr schnell kommen, wenn damit in dieser Krise etwas erreicht werden soll. Legal geht das nicht. Droht uns der Staatsstreich einer in Panik geratenen Politik-Elite?