Chefvolkswirt der Wirtschaftswoche für den Euro-Austritt Deutschlands

Der Chefvolkswirt der Wirtschaftswoche Malte Fischer: Der Ausstieg aus der Zwangsjacke Euro wäre ein währungspolitischer Befreiungsschlag für den Kontinent und eine Voraussetzung für die wirtschaftliche Erholung. Ein Ausstieg würde richtig gemacht auch zu keiner ökonomischen Katastrophe führen, sondern sei durchaus machbar, im Gegensatz zu den Behauptungen der politische Klasse.

Mein Kommentar: Das Umdenken in den Eliten setzt also ein. Der Stein kommt ins Rollen.

http://www.wiwo.de/videos/chefvolkswirt/euro-ausstieg-ja-bitte/6683444.html

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Ja oder Nein zum Vereinten Europa – Trefft die Entscheidung!

Der neue französische Präsident Hollande und die Euro-Bonds. Jetzt ist das Gezeter groß, weil Hollande diese Dinger will. Ich halte das aber nur für konsequent. Merkels Linie ist unglaubwürdig. Immer nur vom Vereinten Europa reden, es aber dann nicht machen, das ist inkonsequent. Wer für die Währungsunion ist und Europa als Machtfaktor auf Weltniveau etablieren will, der muss alles in einen Topf werfen. Jeder trage des anderen Last. Kontrolliert und gesteuert wird das alles durch eine Europa-Regierung. Die Nationalstaaten werden entmachtet. Damit das alles zusammenhält und die Reichen für die Armen opfern, brauchen wir dann einen Europa-Nationalismus, ordentlich Feindbilder usw., aber das ist eben der schmutzige Teil der Geschichte, darüber reden die Euro-Phoriker nicht gerne. Sie basteln jedoch dran, indem sie uns die USA immer mehr als Gegner darstellen. Wem das alles nicht passt, wer das nicht will, wer nicht Bürger einer Weltmacht sein muss, um sich gut zu fühlen, wer keine künstlich aufgebauten Feinde braucht, um seine Identität zu definieren, der muss den Euro abschaffen und wieder die kleinen Einheiten stärken. Und vor allem muss man das den Menschen klar sagen, damit sie entscheiden können.

Sarrazin und der Euro

Jetzt droht eine „Debatte“ über den Euro. Das neue Buch von Sarrazin ist der Auslöser. Debatten haben in Deutschland den Grundzug, dass sie viel Aufregung verursachen, aber letztlich folgenlos bleiben. Jetzt fangen wir wieder an zu reden und zu reden und zu reden. Zudem kann man sich von Sarrazin wieder so schön moralisch abgrenzen. Wir müssen endlich aufhören zu reden und zu debattieren und endlich Entscheidungen treffen. Sich nicht auf Sachzwänge hinausreden, sondern von vorne führen und Verantwortung übernehmen. Ich habe keine Lust mehr auf Wolkenkuckucksheimdebatten. Raus aus dem Herrgottswinkel des bundesdeutschen Biedermeier.

Norbert Röttgen – Implosion eines Hoffnungsträgers

Für mich faszinierend: Mit Norbert Röttgen ist wieder die Nachwuchshoffnung einer etablierten Partei implodiert. Diese Nachwuchspolitiker in den 40ern treten immer großspurig auf, wissen immer wo die Kamera steht und sind immer davon überzeugt, dass sie es einfach besser können. Die Medien machen diesen Hype mit, langweilen uns mit Home-Storys und Hofberichterstattung. Und dann wenn es ernst wird, wenn sie alleine vorne stehen, dann zerlegen sie sich selbst, diese selbsternannten Mini-Kennedys. Aber keine Sorge, die nächsten Hoffnungsträger feilen sich schon ihre Fingernägel für den nächsten Auftritt. Für Unterhaltung bleibt gesorgt.