Helmut Kohl droht Euro-Kritikern

Der Hauptschuldige am Euro-Desaster meldet sich mit Drohungen zu Wort: Helmut Kohl. Er ist wieder in seiner alten Rolle, unbelehrbar und arrogant, immer die Ängste der Menschen schürend.

Erst jetzt wird langsam die verheerende Regierungsbilanz dieses Kanzlers deutlich: Euro-Wahn, Negierung deutscher Interessen, Extrem-Verschuldung, Verschleuderung der Rentenkasse, Deutsche Einheit zur Pofit-Maximierung westlicher Konzerne missbraucht, Entmachtung der Bundesbank als Stabilitätsgarant, Verfall der politischen Kultur, Korruption, Bimbesrepublik, Kaltstellen und Verhöhnen aller Menschen, die mehr antreibt als primitive Klientelwirtschaft. Merkel ist nur seine Erbin. Unter Kohl begann der Verfall. Im Grunde wäre Kohl ein Fall für den Staatsanwalt. Das System Kohl lebt weiter. Wir müssen demokratische Strukturen in Deutschland schaffen, die sichern, dass es nie wieder einen Kanzler wie Kohl gibt. Deshalb Direktwahlen für hohe politische Ämter und Volksabstimmungen.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,817952,00.html

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Der Kampf der sozialen Netzwerke wird härter

Die großen sozialen Netzwerke Facebook, Twitter, Google+, XING und LinkedIn verschärfen ihren Konkurrenzkampf. Das Wachstum mit Neumitgliedern stagniert seit Neuestem. Nicht verwunderlich, bei den gegenwärtigen riesigen Mitgliederzahlen. Die Anzahl der Menschen, die einem solchen Netzwerk beitreten wollen ist nicht unbegrenzt. Der Markt scheint gesättigt.

Facebook soll ja mittlerweile 850 Mio. Mitglieder haben. Twitter hat ungefähr 170 Mio., rund 100 Mio davon twittern aktiv. Das Geschäftsnetzwerkt LinkekIn liegt bei 140 Mio., Google + bei 90 Mio., XING bei 11 Mio. Die Angaben über die Mitgliederzahlen schwanken stark, je nachdem was man mitzählt. Die Größenverhältnisse werden jedoch klar. Das Potenzial an Neumitgliedern ist damit natürlich grundsätzlich nicht ausgeschöpft, trotzdem wird es schwieriger. So sank die Online-Verweildauer bei Facebook im Jahr 2011 von durchschnittlich 25 min auf unter 20 min pro Tag, sprich die Leute verbringen weniger Zeit auf dieser Internetplattform. Diese Maßzahl ist ein sehr gutes Barometer. Denn nicht nur die Mitgliederzahl zählt. So ist es Google + zwar gelungen, die Mitgliederzahl durch „Zwangsrekrutierung“ von Google-Account-Inhabern stark zu steigern, aber die Aktivität der Mitglieder ist mau. Derart mau, dass es sich immer mehr rumspricht und auch Unternehmen sich zurückhalten. Der Lockvogel „Google-Platzierung“ reicht nicht, um die Leute und vor allem die Unternehmen auf Google + zu locken. Jetzt sinkt aber schon die Online-Verweildauer bei Facebook und das ist ein Warnsignal für Zuckerberg.

Tatsächlich hat man den Eindruck, dass sich Facebook in der letzten Zeit verändert hat. Auf der einen Seite gilt es als privat, auf der anderen Seite ist es ein Faktor der öffentlichen Meinung geworden, was dort gepostet wird. Diese Doppelgesichtigkeit macht Facebook meines Erachtens zu schaffen. So kann man nicht ohne weiteres Freunde hinzufügen/anfragen und auch die Suchfunktion scheint mittlerweile nur noch begrenzt nutzbar. Die Meldungen aus dem Web häufen sich diesbezüglich seit Herbst 2011. Facebook führt gerne neue Regeln ein, ohne irgendwen darüber zu informieren. Das ist eine ziemliche Unsitte. Ganz abgesehen davon, widerspricht das der öffentlichen Rolle von Facebook. In Google kann man unbegrenzt suchen und bei Twitter unbegrenzt „Anhänger“ gewinnen. Twitter ist hier wesentlich attraktiver und konsequenter. Es versteht sich als Nachrichtenmedium, bei dem alles öffentlich ist. Es gibt nicht mehrere Arten, ein Profil anzulegen wie bei Facebook (Profile und Seiten) und jede Meldung kann von allen Followern tatsächlich gelesen werden. Ganz im Gegensatz zu Facebook.

Nun versucht Facebook Twitter zu kopieren, indem es eine Abonnement-Funktion eingeführt hat. Man kann die Postings von jemandem abonnieren ohne ein Freund zu sein. Klingt wie Twitter, ist es aber nicht. Vor allem nicht für die, deren Postings abonniert werden. Plötzlich können eine Menge Leute private Nachrichten mitlesen (außer man beachtet genau die Einstellungen), was man gar nicht wollte. Eine verwirrende Kopie des Twitter-Originals. Ganz abgesehen davon, dass diese Funktion die Fan-Pages kannibalisiert. Soll ich nun die Postings eines Promi abonnieren oder bei seiner Fan-Page Mitglied werden usw.?

Auch Twitter schläft nicht und macht seinen Auftritt „persönlicher“. Es will eine Art vereinfachtes Facebook werden und das Beste von beiden Seiten in sich vereinen. Twitter wächst zudem in den letzten Monaten stark durch das mobile Internet. Der Kurznachrichtendienst scheint ideal für die Nutzung per Smartphone. Sobald ein Netzwerk vorprescht, zieht das Andere nach. Ein Wettlauf der Giganten. Dazu kommt der unterschiedliche Kommunikationsstil z.B. in Facebook und Twitter. Twitter ist politischer und mehr an Inhalten/Nachrichten orientiert als Facebook, zuweilen auch polemischer und härter. Die Twitternutzer wollen Nachrichten, möglichst unmittelbar, während die Facebooknutzer eher etwas in Ruhe gelassen werden wollen. Ein Posting pro Tag bei Facebook, das passt. Bei Twitter wäre das deutlich zu wenig, um Leser zu gewinnen. Sehr unwahrscheinlich also, dass sich Twitterer auf Facebook ziehen lassen. Dazu kommt: Wer einmal in einem Netzwerk etabliert ist, der wird nicht leicht wechseln, da er wieder von Null anfangen muss. Wer bei Twitter 5000 Follower hat und stark beachtet wird, der wird in Facebook nicht bei null anfangen und sich durch die „Mach nur jemand zu Deinen Freund, den Du kennst“-Ermahnungen quälen. Insofern gibt es schon eine Etablierung der Marken.

Und dann entstehen noch ganz neue Netzwerke wie „Pinterest“. Es wächst enorm schnell und hat vor allem inzwischen eine Online-Verweildauer von 13 min, ungefähr auf dem Niveau von Twitter. Unternehmen berichten von guten Erfolgen mit ihrer Präsenz dort. Zudem sind bei Pinterest in der Mehrzahl Frauen aktiv, ganz im Gegensatz zu den anderen Online-Netzwerken. Es bleibt spannend.

Links:

http://www.futurebiz.de/artikel/verweildauer-googleplus/

 

http://www.absatzwirtschaft.de/content/online-marketing/news/nutzeraktivitaet-bei-google-laesst-zu-wuenschen-uebrig;76161

 

http://netzwertig.com/2012/02/16/twitterifikation-facebook-will-twitter-verdrangen/

 

http://www.netzpiloten.de/2012/02/16/%E2%80%9Cbeunruhigende%E2%80%9D-thesen-zur-netzwerkgesellschaft/

 

http://netzwertig.com/2011/12/09/der-journalist-als-marke-wie-facebooks-abonnieren-button-die-autoren-starkt/

 

http://mashable.com/2011/12/08/new-twitter-facebook/

 

http://www.die-medienblogger.de/665/der-journalist-als-marke/

 

Der Artikel ist zuerst erschienen auf The Intelligence:

http://www.theintelligence.de/index.php/gesellschaft/zeitgeist/4026-der-kampf-der-sozialen-netzwerke-wird-haerter.html

 

Seehofer fordert Volksentscheide in Deutschland – EU will die Europäische Bürgerinitiative

Bayerns Ministerpräsident Seehofer fordert die Verankerung von Volksentscheiden im Grundgesetz. In Deutschland solle das Volk über wichtige Fragen direkt abstimmen können, insbesondere auch in EU-Fragen. Da stimme ich voll zu und die Masse der Bürger will das schon seit vielen Jahren. Mal sehen, ob Seehofer bei seiner Meinung bleibt, auch wenn ihm Merkel einen hustet.

Volksentscheide darf es aber nur auf nationaler Ebene geben. Alle andere wäre Zentralismus. Bundesweite Volksentscheide gibt es aus guten Gründen nicht mal in den USA. Siehe die dortige Verfassungsdiskussion. Ein EU-weiter Volksentscheid, bei dem die EU-Einwohner in ihrer Mehrheit entscheiden, führt dazu, dass einzelne Völker überstimmt werden können. Auch wenn die Deutschen zu 100 Prozent gegen etwas sind, könnten sie zu etwas gezwungen werden. Das ist die Struktur eines starken Bundesstaats, den man nicht mal in den USA will. Will man sowas in Europa, dann müssten erst die Völker einzeln darüber abstimmen, ob sie sich daran beteiligen wollen. Das erfordert der demokratische Prozess. Das was aber jetzt in der Europäischen Bürgerinitiative vorliegt, ist nur ein demokratisches Mäntelchen für die EU. Im Gegenteil ein Booster für mehr Zentralisierung, wird doch die Zusammenarbeit mehrer Länder gefordert. Und wieder haben die Eurokraten was sie wollen: alle Macht in der Hand, die anderen müssen sich länderübergreifend zusammenwuseln und mal etwas angehört zu werden, was wieder die Zentralisierung stärkt. Und das alles ohne jede demokratische Grundsatzentscheidung, ob die Bürger sowas wie einen EU-Bundesstaat überhaupt wollen. Das wird ganz bewusst vermieden.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article13863441/Seehofer-fordert-Volksabstimmung-ueber-Euro-Rettung.html

Die SPD und der unsägliche Präsident des Europaparlaments Schulz will uns hingegen die neu eingerichtete Europäische Bürgerinitiative schmackhaft machen. Die ist aber ein zahnloser Tiger, Placebo und Beruhigungspille. Nach einem gigantischen Stimmelsammelaufwand darf man nur ein bisschen mit der EU-Obrigkeit diskutieren. Ein Hohn für das riesen Engagement vorher. Ich habe mich damit länger bei Mehr Demokratie e.V. beschäftigt und halte davon gar nichts. Die EBI bringt den Bürgern nichts, auch wenn der aufrechte Europaabgeordnete Gerald Häfner (B90/Die Grünen) sein Möglichstes getan hat, um die Sache zu verbessern. Die EBI soll die EU nur demokratischer und bürgerfreundlicher aussehen lassen.

http://www.mehr-demokratie.de/eu-buergerinitiative.html

Griechenland als Prüfstein

Europa redet sich in einen Ausnahmezustand hinein und vergisst dabei seine eigentlichen Werte und Stärken. Hier fehlt echte politische Führung.

Technokratische Effizienz ist nicht wertfrei und unhinterfragbar, sondern selbst ein in Frage zu stellendes ideologisches Leitmotiv.

Merke: Trotz aller Krisen bleiben Demokratie und Freiheit der Maßstab. Das Grundgesetz wird auch in Athen verteidigt.

Deutsche Wirtschaft lobt „unglaubliche Kompetenz“ Putins

Die Exporte deutscher Unternehmen nach Russland stiegen 2011 um 30 Prozent! „Eckhard Cordes, der Vorsitzende des Ost-Ausschusses, würdigte, dass der noch amtierende Premier Putin stets ein offenes Ohr für die deutsche Wirtschaft habe. Bei dem letzten Treffen in größerer Runde habe Putin sich dreieinhalb Stunden Zeit genommen und zu den unterschiedlichsten Fragestellungen eine „unglaubliche Kompetenz bei den unterschiedlichsten Fragestellungen“ erkennen lassen, sagte Cordes.“

http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2012-02/deutsche-firmen-in-russland

Duales Ausbildungssystem schafft Arbeitslosigkeit im Alter

Das duale Ausbildungssystem in Deutschland hat offenbar auch Nachteile. Die betriebliche Ausbildung der Lehrlinge sorgt zwar für eine gute Übernahmequote, bringt aber auch eine starke Spezialisierung mit sich. Es gibt inzwischen eine Flut von Ausbildungsberufen. Die Spezialisierung führt aber dazu, dass sich die Beschäftigungschancen verringen. Experten fordern daher eine breitere Grundlage bei der Ausbildung und eine geringere Anzahl von Lehrberufen. Klingt vernünftig. Aber kurios: Es gibt 360 Ausbildungsberufe, aber über 1000 hochspezialisierte Bachelor-Studiengänge. An der Uni macht man also genau den Fehler potenziert. Die Welt ändert sich schnell, ein Superspezialist verpasst da leicht den Anschluss.

http://www.welt.de/wirtschaft/article13851764/Die-duale-Ausbildung-schafft-Arbeitslose-im-Alter.html