Wider das Gerede vom deutschen Sonderweg

Deutschland stimmt seit einiger Zeit nicht mehr bedingungslos allem zu, was aus Brüssel kommt. Der bekannte CDU-nahe Publizist Michael Stürmer sieht in dieser Entwicklung gleich wieder den deutschen Sonderweg dräuen und wirft die Totschlagsbegriffe „Isolationismus“ und „Neutralismus“ in die politische Landschaft. Die Nerven liegen bei manchen offenbar blank. Der European Council on Foreign Relations wird als einer der Hauptkritiker der aktuellen deutschen Politik zitiert. Stürmer zeigt sich empört, dass das schön zementierte Gefüge der europäischen Einbindung Deutschlands nun ins Wanken gerät, so hätten sich das die Siegermächte bei der Wiedervereinigung 1990 nicht vorgestellt.

Der Kommentar Michael Stürmers in der „Welt“ offenbart eine eigenartige Form von Politikvorstellung. Richtig ist immer das, was der Westen in Form von USA, Großbritannien und Frankreich gerade will. Eigenständiges Denken unerwünscht. Der demokratische Wille der Bürger taucht in diesem Konzept gleich gar nicht auf. Meiner Ansicht nach ist der Westen mehr, als nur der jeweilige Wille der Regierungen. Wenn der Begriff  „Westen“ überhaupt einen Sinn haben soll, dann steht er für Demokratie, Volksherrschaft, Meinungsfreiheit, selbständiges Denken, Marktwirtschaft. Wer in dieser Tradition steht, steht in der Tradition des Westens und kann nicht ausgegrenzt werden. Ich glaube, die Geschichte lässt sich nicht einzementieren.

Wenn die deutsche Regierung die Kriegspolitik in Libyen für verfehlt hält, die Gelddruckmanie in Brüssel skeptisch sieht und sich eigene Gedanken über die Zukunft Europa macht, dann ist das kein dämonischer Sonderweg, sondern im Gegenteil der Beweis, dass Deutschland im Westen angekommen ist.

Quelle:

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article13259071/Deutschland-verspielt-das-Vertrauen-seiner-Partner.html

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3 Gedanken zu “Wider das Gerede vom deutschen Sonderweg

  1. es ist doch nur richtig, wenn eu staaten, den weg, der schwachmaten in brüssel, nicht mit gehen, wozu gibt es denn sonst das recht auf enthaltung der stimme, wird in parlamenten auch praktiziert, nein diese hohlkörper, die sich eu-politiker nenne, mit ihren schwachsinnigen verordnungen und gesetzen, mehr unheil anrichten als verhindern, sich schon jetzt als zentralregierung sehen, sie sind allesamt hirnlose knallkörper, die in den eigenen länder nichts taugten und nach brüssel abgeschoben wurden, nun denken sie, sie können ihrem affen zucker geben, nur dass sie in diesem zirkus die affen sind, bleibt ihnen bei ihrem minushorizont leider verborgen, um den begriff „schaden“ zu definieren, betrachte man nur das machwerk „vertrag von lissabon“ darin haben sie ihre machtgelüste ausdrücklich zementiert, nun soll auch noch eine eigene eu-steuer kommen, sie greifen schon jetzt genügend geld von den eu-staaten ab, aber um die eigene geldgier zu befriedigen, brauchen sie mehr, es gibt ein schwarzbuchüber den staat, länder und kommunen vom bund der steuerzahler, warum nicht auch über die enorme verschwendung der parasiten in brüssel, weil die sich nicht in die karten gucken lassen, warum haben die vertreter der eu-staaten nicht den mumm und stimmen für eine offenlegung der finanzen, ganz einfach, von machtbesessenen, geldgierigen hohlköpfen kann man wohl kaum mehr erwarten, bleiben wir bei deutschland, verheugen, in seiner partei eine niete, stoiber, wegen seine unsinnigen äusserungen gegangen worden, koch-mehrin, faul bis zum abwinken, taugt bestenfalls als nummerngirl, ansonsten ohne hirn und verstand, was sie ja in diversen talkshow’s ausreichend bewiesen hat, wenn diese blendgranaten nun auf weisung der bundesregierung, nein sagen, ist das nicht falsch, das ist und bleibt der einzige weg den hirnlosen in brüssel, die macht streitig zu machen und sie in die schranken zu weisen, sie haben ihre klebrigen finger aus nationalen belangen heraus zu lassen, ihr bebiet ist die gesamte eu, nur da haben sie, weil sie sich mehr und mehr, in nationale belange einmischen, kläglich versagt, kommt es hart auf hart, wirken sie mehr als kopflos, wie ein aufgescheuchter hühnerhaufen, wer braucht schon so etwas, der künstlich aufgeblähte, sinnlose moloch brüssel gehört aufgelöst und ersatzlos gestrichen, das würde den ohnehin finanziell klammen eu-ländern vielgeld sparen, ich für mein teil, würde es begrüssen, wenn mehr staaten sich gegen diesen verbrecherhaufen in brüssel stellen würden und den schwachmaten zeigen würden, wo ihre grenzen sind, notfalls diese konstruckt eu zerschlagen, früher ging es den staaten besser, kriesen gibt es immer wider, nur darf die bewältigung derer, nicht auf den bürgern (steuerzahlern), einiger weniger länder ausgetragen werden, wie es jetzt mode ist, stellt sich aber ein land quer und stimmt dem mist den die verzapfen nicht zu, wird auf dieses eingedroschen, deutschland sollte auch langsam den mut aufbringen, nein zu den hohen zahlungen, die von jahr zu jahr steigen, zu sagen, denn gerade deutschland trägt die grösste finanzielle last, nur schwachsinnigen ist das kaum bei zu bringen.

  2. Stürmer? – Nomen est omen!
    …aber im Ernst, es ist seltsam mit welcher Vehemenz heute auf der Stellung Deutschlands bezgl. Lybien rumgehackt wird, wenn man überlegt, welche Pluspunkte diese isolierte Haltung noch im Irak-Krieg geerntet hat. Ist es diesmal einfach nur anders, weil die Bomben von einem Friedensnobelpreisträger geworfen werden/ initiiert wurden oder weil es während des Irakkrieges noch eine „linke“ Regierung war, die hier das „Nein“ so deutlich gesprochen hat?
    Mal abgesehen davon, dass ich die Tradition des Westens natürlich anders gelagert sehe, noch eine kleine Frage: Inwiefern ist denn Geschichte nicht „einzumentiert“? Wenn es eine Tradition gibt, dann ist diese nicht einfach frei interpretierbar oder aus der Luft gegriffen, sondern eben sehr wohl „zementiert“…!?

    • „Einzementieren“ ist ein polemischer Begriff von mir. Michael Stürmer und vielen anderen führenden Politikern schien die Welt nach 1990 wunderbar und wasserdicht ihren Interessen gemäß geordnet. Plötzlich gerät alles doch aller Vorkehrungen zum Trotz in Bewegung. Das meine ich mit Geschichte lässt sich nicht einzementieren. Traditionen gibt es sehr wohl und die wirken auch, aber das ist eine andere Ebene. Es ist die Ebene der Werte oder der Weltanschauung und die kann sehr wohl dynamisch sein.

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