Ägypten: Westen setzt auf Geheimdienstler Suleiman und damit auf die Fortsetzung des Regimes

Landauf landab predigen nun die westlichen Politiker den geordneten demokratischen Übergang in Ägypten. Vizepräsident Suleiman soll die Führung übernehmen, die Opposition einbinden und dann wird alles schön demokratisch und freiheitlich.

Diese Strategie ist ziemlich verlogen. Suleiman ist der engste Berater von Mubarak und war lange Jahre Geheimdienstchef. Also solcher hat er sehr eng mit den USA und Israel zusammengearbeitet. Kein Wunder, dass er nun favorisiert wird. Die Zusammenarbeit mit dem Westen disqualifiziert ihn nicht, sondern seine Rolle als Geheimdienstchef. Er war für die Unterdrückung der Demokratie zuständig, die Folterexperten des ägyptischen Geheimdienstes erledigten auch für andere Geheimdienste die Drecksarbeit. Dieser Mann hat sich für eine Führungsrolle in einer Demokratie total disqualifiziert. Er ist untragbar. Die westlichen Politiker wissen das, deshalb ist ihr Spiel zynisch und unverantwortlich.

Dem Geheimdienstmann Suleiman steht eine zersplitterte Opposition gegenüber, die gegen ihn wenig Chancen hat. Das Regime macht keine Zugeständnisse, nicht einmal die politischen Gefangenen werden jetzt freigelassen. Die westlichen Politiker sollten aufhören, uns zu verdummen. So bestätigt der Westen genau das Bild, das oft von ihm in der islamischen Welt gezeichnet wird.

Quelle:

http://www.sueddeutsche.de/politik/wandel-in-aegypten-neue-gesichter-alte-gangart-1.1056142

 

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