Beim EU-Rettungsfonds sind alle Dämme gebrochen. Die Strafzinsen werden jetzt gesenkt und die Laufzeiten der Kredite werden verlängert. Die Milliardengarantien sind in Wirklichkeit schon unbegrenzt. Das führt dazu, dass immer mehr Länder immer mehr Geld fordern werden. Ein irrer Teufelskreis.
Den EU-Regenten geht es nur noch darum, Zeit zu gewinnen und den Eindruck zu erwecken, die Schuldenländer könnten die Kredite noch zurückzahlen. Dafür nimmt man den totalen Verlust der Glaubwürdigkeit in Kauf und verbrennt jeden Tag mehr Geld.
Der EU-Rettungsfonds wird eine bequeme Möglichkeit, anderen Staaten, insbesondere Deutschland, in die Kasse zu greifen. Die Zinsen sind nicht zu hoch, die Laufzeiten der Kredite lang, alles damit der Schuldner gegenüber den Finanzmärkten den Eindruck erwecken kann, er könne alles ohne Probleme zurückzahlen. Bequemer gehts nicht. Soviel Euros kann man gar nicht drucken, wie für die Finanzierung dieser haltlosen Politik notwendig sind. Irgendwann kommt das dicke Ende: Inflation, Krise, Staatspleite auch der Geberländer wie Deutschland. Dann ist die EU definitiv am Ende. Die Zerstörung der EU haben dann aber nicht die Euro-Kritiker auf dem Gewissen, sondern die kritiklosen Jubler und angepassten Schönmaler von denen die politische Klasse bei diesem Thema bestimmt wird.
Die Europa-Idee würde selbst diesen Zusammenbruch überleben und in anderer Form wiederauferstehen. Eine neue Politiker-Generation muss dann wieder von vorne anfangen.
Quelle:
http://www.welt.de/debatte/kommentare/article12657128/Jetzt-brechen-die-Daemme-des-Euro-Rettungsschirms.html