Mein neuer Wochenkommentar auf The Intelligence: Portugal unter dem Euro-Rettungsschirm, die Großparteien werden immer kleiner, Gaddafi narrt die alliierten Bomber.
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Mein neuer Wochenkommentar auf The Intelligence: Portugal unter dem Euro-Rettungsschirm, die Großparteien werden immer kleiner, Gaddafi narrt die alliierten Bomber.
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Ein regelrecht befreiender SPIEGEL-Artikel. Endlich wird das mal klar ausgesprochen. Der Libyen-Krieg als westliche Waffenshow. Libyen sei allerdings zu schwach und zu mickrig, um all die neuen Waffensysteme richtig einsetzen zu können. Man spürt die Sehnsucht nach dem Sieg über einen ebenbürtigen Gegner als ultimatives Verkaufsargument. Na, da lässt sich doch sicher was machen.
Quelle:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,753095,00.html
Die deutsche Haltung zum Libyen-Krieg ist den Franzosen ein Dorn im Auge. Deutschland hält die französischen Bombardements für unüberlegt und nicht zielführend, Frankreich aber will sich jetzt unbedingt als Führungsmacht darstellen. In Deutschland beginnen führende Politiker offen den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy zu kritisieren.
Aus Frankreich hingegen heißt es, die Haltung zu Libyen werde Deutschland teuer zu stehen kommen. Da weiß man ja schon, was beim EU-Gipfel diese Woche rauskommt. Ist eigentlich ohnehin egal, Deutschland hätte auch gezahlt, wenn es sich am Libyen-Einsatz beteiligt hätte. Dann eben für die Militäraktion. Deutschland zahlt immer.
Der Graben zwischen Deutschland und Frankreich vertieft sich. Natürlich wird beim EU-Gipfel wieder demonstrativ auf Harmonie gemacht werden, aber das ändert nichts an den Fakten. Die Interessen und politischen Mentalitäten der beiden Länder sind trotz aller politischen Beschwörungsformeln einfach zu verschieden.
Quelle:
Frankreich ist außer Rand und Band. Zuerst hofiert Sarkozy Gaddafi und jetzt kann er nicht wild genug mit dem Säbel rasseln und die Bomber schicken. Manchmal bekommt man den Eindruck, den Franzosen sei egal, was sie tun, aber Hauptsache sie stehen vorn. Jetzt gibt es Streit mit Italien und der Türkei, ein Riss in der Nato.
Quelle:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,752277,00.html
”Es sei beunruhigend, mit welcher Leichtigkeit in der heutigen Zeit Kampfhandlungen auf internationaler Ebene gegen souveräne Staaten durchgesetzt würden, sagte Putin.” Da stimme ich ihm voll zu.
Quelle:
Schlacht um Fukushima, Gemetzel in Libyen, Merkel versagt auf ganzer EU-Linie.
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Die Euro-Staaten hühnern kopflos in der Krise. Und während in Brüssel am Volk vorbei regiert wird, verschwinden wieder einmal Milliarden Euro im Dunkel einer Bank. Wenn es eine einheitliche europäische Außenpolitik geben soll, müssen alle mitmachen.
Kommentar von mir zur EU und deren Außenpolitk, Stichwort Nordafrika, auf The European. War überrascht, die Online-Zeitung hat täglich bis zu 450 000 Leser.
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http://www.theeuropean.de/christian-weilmeier/5872-krisen-eu-kopflos
Der Präsident des Nahost-Instituts in Moskau, Jewgeni Satanowski, sieht die islamischen Länder in einem jahrzehntelangen Umbruchprozess. Er zieht den Vergleich mit Europa 1914-1945.
Er prognostiziert zudem einen Kollaps Ägyptens, weil das Land aufgrund von Vereinbarungen anderer Länder weniger Nilwasser erhalten wird. Auch Saudi-Arabien werde zerfallen.
Sicher ist meiner Meinung nach, dass wir jetzt nicht kurzfristige Veränderungen im islamischen Raum erleben, sondern eine langfristige Entwicklung. Wie tiefgreifend sie wirklich sein wird, das werden wir sehen. Interessant sind die Auswirkungen auf Europa. Hier meine ich gar nicht primär Flüchtlinge, sondern die geostrategischen Folgen. Ein Zerfall Saudi-Arabiens würde die Karten neu mischen, ein Wettlauf um die Kontrolle des dortigen Öls würde einsetzen. Auch im “Westen” werden sich die Spannungen und sozialen Konflikte erhöhen.
Quelle:
Diktator Gaddafi handelt ganz anders als andere Diktatoren der letzten Jahre. Wir kennen das ja: es kommt zum Aufstand, der Diktator bezieht nur unklar Stellung, er taucht aus der Öffentlichkeit ab, wirkt verunsichert, die Armee zögert beim Eingreifen, der Aufstand schwillt an, der Diktator wird noch unsicherer usw. Am Schluss läuft der Machthaber einfach davon, zur großen Schlacht kam es nie.
In Libyen macht es Gaddafi völlig anders: jeden zweiten Tag TV-Auftritt, Präsenz zeigen, brutal reden, bereit sein zu sterben, die Armee strikt führen und hart durchgreifen lassen, gezielte Gräueltaten gegen Aufständische usw. So gelingt es ihm die Armee zu stabilisieren und die Opposition zu verunsichern. Alle wissen, sie haben es mit einem zu allem fähigen Mann zu tun. Das schüchtert ein. Dazu hat sich Gaddafi auf sowas vorbereitet durch gezieltes Anwerben von skrupellosen Söldnern und den Aufbau von nur ihm ergebenen Elite-Truppen.
Der Westen wirkt verunsichert, steckt in der Bredouille. Ein militärisches Eingreifen in Libyen hätte unabsehbare Folgen, ein Nichthandeln aber auch. Ein Sieg Gaddafis wäre ein verheerendes Signal, dann wüsste in Zukunft jeder Diktator, was er zu tun hat.
Quelle:
Mein Wochen-Kommentar auf The Intelligence: Internet siegt gegen Boulevard, Fiasko um Bio-Sprit E10, China greift den Dollar an, der Westen und das Öl in Libyen.
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Ab heute schreibe ich eine Wochen-Kolumne auf The Intelligence “7 Tage, 1 Meinung”. Die wichtigsten Ereignisse der Woche von mir kommentiert. Damit man nicht den Überblick verliert
Letzte Woche fanden drei Revolutionen statt, in Deutschland, Europa und Libyen. Über zwei wurde groß berichtet, eine wird unter den Tisch gekehrt.
Guttenberg bringt die US-Fankultur nach Deutschland, Grusel-Gaddafi metzelt sein Volk und die Bundesbank gibt durch die Hintertür bis zu 700 Mrd. an die EU. Das letzte ist besonders interessant, weil kaum jemand darüber berichtet hat.
Die Bundesbank stützt klammheimlich den Euro mit bis zu 700 Mrd. Kein Wunder, dass der Bundesbank-Präsident geht und durch einen Merkel-Sekretär ersetzt wird. Wegen ein paar Mrd. schaffen wir die Wehrpflicht ab, wegen noch weniger wird um Hartz-IV gefeilscht. Was könnte man mit 700 Mrd. anfangen! Und die Bundesregierung schiebt das alles in den Ofen.
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