Archiv der Kategorie: Internationale Politik
Erfolgreich sein kann doch jeder. So bringt man es aber zum richtigen Verlierer. Dr. Christian Weilmeier, Philosoph und Motivationstrainer, gibt Tipps, wie man es schafft, dass es steil abwärts geht, man alles verbockt und am Schluss als echte Niete dasteht.
Zum Video:
http://youtu.be/pd4RT6bqwNM
Achtung Comedy!
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China macht es möglich: Schnellbahnstrecke von Wuhan nach Kanton. 1068 km in 3 Stunden. Die Deutsche Bahn braucht 20 Jahre nach der Wiedervereinigung von München nach Berlin noch immer über 6 Stunden für 600 km. Man stelle sich vor, die Bahn bräuchte von München nach Berlin nur 2 Stunden. Jetzt baut China eine Schell-Bahn, die trotz -40 Grad und Schneestürmen noch fährt. Unsere Bahn bleibt ja schon bei -5 Grad stehen. Ich nenne das nicht Größenwahn wie die “Welt”, sondern Leistung. Da könnten wir uns eine Scheibe anschneiden.
http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article111475975/Chinas-Groessenwahn-Der-kaelteste-Superzug-der-Welt.html
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Jetzt ist Putin schon 12 Jahre an der Macht. Nichts wäre natürlicher, als wenn er jetzt als geistig und körperlich verfetteteter Potentat eine ruhige Kugel schieben wollte. Ein Bonze, der nur noch an Machterhalt denkt. Putin hingegen kritisiert die herrschende Bürokratie, macht den Bonzen Druck, klagt die Missstände im Land an, redet Klartext. Er fährt ins Land hinaus, spricht mit den Menschen, will von unten mobilisieren.
Und was schreibt der Spiegel: Putin lügt, Putin ist am Ende, er tut nur so, er reagiert nur und das alles stimmt deshalb, weil es die Opposition sagt. Ich glaube nicht, dass Putin nur Theater spielt. Vor zehn Jahren hat er die politisierenden und korrupten Milliardäre in Russland entmachtet. Das war ein hohes Risiko, er ging es ein und hat sich durchgesetzt.
Putin hat sich damit als ein Mann erwiesen, der nicht nur redet. Man denke nur daran, wie schnell deutsche Politiker sich an die Macht gewöhnt haben und schon nach ein paar Jahren grau und ausgelaugt sind und gar nicht mehr den Mumm haben, zu den Menschen raus zu gehen. Da ist Putin ein anderes Kaliber. Er ist ein Ketzer, ein ständiges Ärgernis für alle Politiker in der Bequemzone.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/putin-kritisiert-die-medwedew-regierung-scharf-a-857238.html
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Die Jugendarbeitslosigkeit in Europa ist dramatisch. Europa verspielt seine Zukunft, das ist wahr. So hohe Prozentsätze von Perspektivlosen deuten auf einen gesellschaftlichen Umbruch und eine Revolte hin. Viele wollen jetzt nach Deutschland, besonders Spanier, doch hier ist die Lage kaum besser. Europa vor dem Umbruch und die Herrschenden haben resigniert.
Quelle:
http://www.welt.de/politik/ausland/article13419891/Hilflose-Politiker-verspielen-die-Zukunft-Europas.html
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Die überraschendste Meldung der Woche war ohne Zweifel die Verhaftung von IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn in New York. Viele in der Welt ersehnten seine Festnahme, aber aus ganz anderen Gründen. Glaubt man der Polizei und den offiziellen Medien, dann hat er im Hormonstau politischen Selbstmord begangen. Ein Zimmermädchen wurde einem der mächtigsten Männer der Welt zum Verhängnis. Irgendwie kaum vorstellbar, daher sprießen jetzt auch die Verschwörungstheorien. Strauss-Kahn wird inzwischen zur letzten Hoffnung des Euro stilisiert und darum hätten ihn die USA buchstäblich aus dem Verkehr gezogen. Kann aber auch sein, dass er einfach aus überheblicher Dummheit das Gespür für die Verhältnismäßigkeit verlor und glaubte, sich alles herausnehmen zu können. In Frankreich glauben viele an eine Verschwörung. Tatsache ist, das ganze Geldsystem steht auf der Kippe, Dollar und Euro sind in der Krise. Da geht es darum, wer zuerst am Boden liegt. Der Überlebende wird dann noch einige Zeit davon profitieren können. Diese Galgenfrist kann man für gute Geschäfte nutzen. Daher ist es durchaus möglich, dass der Fall Strauss-Kahn in einem größeren Zusammenhang zu sehen ist. In jedem Fall wirft er ein grelles Licht auf die Akteure im gegenwärtigen Geld-Drama.
Es war wieder eine Woche der Hiobs-Botschaften zum Euro. Die Probleme Griechenlands sind viel größer als bisher vermutet. Das Land muss im nächsten Jahr für 30 Mrd. Euro neue Anleihen aufnehmen, zu einem voraussichtlich horrenden Zinssatz von 15 Prozent. Das wäre das Aus für Griechenland. Daher wird jetzt schon wieder ein weiteres Rettungspaket diskutiert. Das 110 Mrd. Hilfspaket für Griechenland soll um 60 Mrd. aufgestockt werden. Natürlich trägt Deutschland wieder die Hauptlast. Es wird immer mehr Geld nachgeschossen, keiner wagt einen grundlegenden Schnitt. Eine teilweise Entschuldung Griechenlands („Haircut“), eine Wiedereinführung der nationalen Währung oder eine Abschaffung des Euro generell will keiner anpacken. Experten sagen für eine Wiedereinführung der griechischen Drachme voraus, dass es zu einer Kapitalflucht kommen würde. Darüber hinaus würden die griechischen Schulden dann in Euro lauten und das führte zum Exitus der griechischen Finanzwirtschaft usw. usw. Für jedes grundlegende Szenario gibt es tausend Gegenstimmen. Und so passiert gar nichts, die EU reitet sich immer mehr hinein in eine völlig aussichtslose Lage. Alle sind ratlos und gelähmt wie das Kaninchen vor der Schlange. In dieser Situation gibt es nur einen Profiteur: die Banken. Je mehr Geld des Steuerzahlers in die EU-Pleitestaaten gepumpt wird, desto mehr verringert sich der Anteil für den die Banken gerade stehen müssen. Je länger die Politiker eine grundsätzliche Lösung aufschieben, desto mehr zahlen die Bürger die Zeche. Die Banken sind dann fein raus. Der nächste Skandal. Die Euro-Krise hat schon eine eigentümliche Dynamik: jede Woche ein neuer Höhepunkt, jede Woche ein weiterer Skandal. Ein Gruselroman mit vielen Fortsetzungen. Da kann man gespannt sein, wer das letzte Kapitel schreibt.
Bis dahin läuft alles auf eine Transferunion hinaus, in der die solide wirtschaftenden Staaten unbegrenzt für die Pleite-Staaten einstehen müssen. Der Berliner Finanzwissenschaftler Kai Konrad hat ausgerechnet, was Deutschland eine echte EU-Transferunion kosten würde. Wollte man die Lebensverhältnisse in den ärmeren EU-Ländern auf 95 Prozent des Durchschnittsniveaus anheben, dann wären dafür unglaubliche 804 Mrd. nötig, und das pro Jahr. Deutschland müsste jährlich 261 Mrd. an die EU überweisen. Eine Anhebung auf nur 50 Prozent des Durchschnittsniveaus würde Deutschland auch noch 75 Mrd. pro Jahr kosten. Bei diesen Summen wäre es mit jeder haushaltspolitischen Gestaltungsfreiheit in Deutschland vorbei. Das Land wäre am Ende. Nur zum Vergleich, das deutsche Autobahnnetz mit seinen rund 12 000 Kilometern hat, nach Angaben des statistischen Bundesamtes in Wiesbaden, einen Zeitwert von 52,5 Milliarden Euro. Mit dem Geld, das Deutschland im Rahmen einer Transferunion jährlich nach Brüssel überweisen müsste, könnte man pro Jahr bis zu 5 Mal alle Autobahnen neu bauen. Das macht die Dimensionen und den Irrsinn der gegenwärtigen Politik klar.
Zuerst veröffentlicht in “The Intelligence”:
http://theintelligence.de/index.php/politik/kommentare/2673-strauss-kahn-und-der-euro-eine-verschwoerung-der-dummheit.html
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Brilliant, zynisch, erfolgreich, vor nichts zurückschreckend: der Anwalt von Strauss-Kahn. Aber auch einer, der vor Gericht in Tränen ausbricht und der streng religiös ist. Ein interessanter Mann.
Quelle:
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,763216,00.html
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Seltsame Geschichte mit Dominique Strauss-Kahn. Hat er wirklich im Hormonstau politischen Selbstmord begangen? Da gibt es Ungereimtheiten, die aufgeklärt gehören. In Frankreich vermutet man eine Verschwörung. Zwar ist es eigentlich nur eine Frau wert, sich dafür als Mann zu ruinieren, aber es sollte dann nicht wahllos irgendein Zimmermädchen sein
Quelle:
http://www.welt.de/politik/ausland/article13374937/Franzosen-vermuten-Verschwoerung-gegen-IWF-Chef.html
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Der Chef des Internationalen Währungsfonds IWF Dominique Strauss-Kahn ist in New York wegen versuchter Vergewaltigung verhaftet worden.
Nanu, das ist jetzt aber eine überraschende Meldung. Viele in der Welt ersehnten wohl seine Festnahme, aber nicht wegen sowas
Quelle:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,762626,00.html
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Wenn man derzeit erlebt, wie die Mainstream-Presse nahezu geschlossen auf Westerwelle einschlägt, dann könnte man ja schon fast vermuten, der Mann taugt was. Sein Ruf, gerade auch in der Netzgemeinde, könnte mieser nicht sein. Misst man ihn aber an seinen Taten und Äußerungen zur Sache, dann ist die Bilanz meines Erachtens gar nicht so schlecht. Schon zu Beginn löckte er wider den Stachel, in dem er Deutsch auf seinen Pressekonferenzen sprechen wollte. Ein Affront für den pseudo-weltläufigen Denglisch-Spießbürger. Entsprechend hämisch waren die Pressereaktionen.
Dazu kommt jetzt noch die Aktion mit der Libyen-Abstimmung. Da hat doch Westerwelle die Enthaltung im UNO-Sicherheitsrat tatsächlich in einen größeren Rahmen gestellt: von wegen Deutschland suche sich die Partner aus, mit denen man Sinnvolles umsetzen kann und das müssten nicht unbedingt die USA und Frankreich sein und so. Für die Gralshüter de politischen Korrektheit in den Medien grenzt das schon an Gotteslästerung. Kein Wunder, dass diese Leute jetzt Westerwelle um jeden Preis weghaben wollen, bringt er doch sowas wie Vernunft und Selbstbewusstsein in die deutsche Politik.
Fazit für mich: Ich war immer scharfer Kritiker von Westerwelle, bin aber jetzt vorsichtiger damit geworden und schaue mir an, was der Mann genau macht. Mal sehen, wie er sich hält. Im Gegensatz zu Guttenberg traut er sich wenigstens was und schwimmt nicht nur im Mainstream.
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In den USA wird der Widerstand gegen die Inflationspolitik der Notenbank Fed immer stärker. Zahlreiche Bundesstaaten wollen wieder einen Goldstandard einführen. Politische Netzwerke und Medien mobilisieren und organisieren sich in einer Graswurzelbewegung.
Auch das ist Amerika. Die Gesellschaft dort hat immer wieder die Kraft, Widerstand zu organisieren und dafür Öffentlichkeit herzustellen. Das erinnert an die US-Populistenbewegung vor über 100 Jahren gegen korrupte Parteien und Gouverneure. Damals wurden z.B. die Volksabstimmungen eingeführt. Hier kann sich die erstarrte deutsche Polit-Kultur ein Beispiel nehmen.
Quelle:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,753253,00.html
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