Monatsarchiv: Mai 2011
Prof. Max Otte sieht einen ausgeprägten Crash im Lauf der nächsten zwei Jahre. Von den Edelmetallen empfiehlt er Gold, Silber sei nur eine Wette. Darüber hinaus setzt er auf Qualitätsaktien als Inflationsschutz. Denn die Inflation sieht er kommen, die amerikanische Notenbank FED arbeite kräftig daran.
Quelle:
http://www.daf.fm/video/crashprophet-max-otte-der-dicke-knall-kommt-panik-verwerfungen-50144760.html
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Es war die Meldung der Woche. Der Internationale Währungsfonds IWF droht damit, aus der Reihe der Kreditgeber für Griechenland auszusteigen. Er gibt nämlich einem Land nur dann Geld, wenn dieses für mindestens ein Jahr zahlungsfähig bleibt. Anscheinend hat der IWF bei Griechenland diesen Glauben verloren. Ein Menetekel für die Euro-Retter. Die Front bröckelt, die Lage wird immer verwickelter. Tatsache ist, die Meldungen in den letzten Wochen deuten auf eine Verschärfung der Lage in Griechenland hin. Das Land hat sich wohl übernommen bei dem Versuch, die strengen Auflagen des Rettungsfonds und des IWF zu erfüllen. Nun schlägt bald die Stunde der Wahrheit oder es müssen zur Vertuschung weitere Milliarden ins Land gepumpt werden.
Viel ist derzeit von einer Umschuldung die Rede. Ein Schuldenschnitt („Haircut“) würde bedeuten, dass die griechischen Staatsanleihen um einen bestimmten Prozentsatz abgewertet würden, z.B. um 50 Prozent. Es bedeutet, alle Gläubiger verlören in diesem Fall 50 Prozent ihrer Ansprüche. Das ist hart, wird aber akzeptiert, damit die Gläubiger überhaupt noch Geld bekommen. Das hört sich natürlich einfacher an, als es ist. Selbstverständlich verzichtet kein Gläubiger freiwillig auf Geld, es wird hart verhandelt.
Entscheidend bei Griechenland ist, wer überhaupt noch Schuldner ist. Das Interessante an der Entwicklung in den letzten Monaten besteht darin, dass die Banken ihre griechischen Schuldpapiere immer mehr abgestoßen oder neu bewertet haben und jetzt die Staaten und damit Bürger die großen Gläubiger geworden sind. Je länger eine Umschuldung Griechenlands, oder jede andere grundsätzliche Lösung, auf sich warten lässt, desto mehr gerät der deutsche Steuerzahler in Haftung. Ein Skandal, der von Politikern und etablierten Medien geflissentlich übersehen wird. Dazu kommt, dass unter den Banken vor allem die staatlichen oder verstaatlichten Banken die höchsten Summen in griechischen Staatsanleihen halten. Beispiele dafür sind die Kreditanstalt für Wiederaufbau mit 8,4 Mrd. Euro und die Hypo Real Estate, insbesondere deren Bad Bank FMS Wertmanagement mit 7,4 Mrd. Euro. Die Commerzbank hingegen ist nur noch mit 2,9 Mrd. Euro dabei und die Deutsche Bank mit 1,6 Mrd. Euro. Zuerst wurden also die privaten Banken mit Unterstützung des Staates gerettet vor den Folgen ihrer eigenen riskanten Geschäftspraktiken, jetzt nutzen sie die Taten- und Entschlusslosigkeit der Politik, um auch den letzten Rest an Verantwortung zu eliminieren.
Vor diesem Hintergrund zunehmender Währungsunsicherheiten erreicht der Goldpreis einen neuen Höhepunkt mit 1088 Euro pro Feinunze (31,1 Gramm). Das Gold ist stark nicht nur im Vergleich zu anderen Währungen, sondern auch zu vielen Rohstoffen wie Kupfer oder Öl. Gold gilt immer noch als sicherer Hafen. Im Vergleich zum Papiergeld ist Gold in jedem Fall ein besseres Wertaufbewahrungsmittel, wenn die Krise weitergeht. Seit Jahrtausenden wird Gold als Zahlungs- und Tauschmittel anerkannt. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass auch der Wert des Goldes auf einer Übereinkunft beruht. Gold kann man nicht essen. Land und Wasser sind noch viel grundlegendere Werte. Viele Vermögende decken sich deshalb damit ein und kaufen Ackerland. Schon vor einiger Zeit begann ein regelrechter Run auf landwirtschaftliche Flächen z.B. in Ostdeutschland. Die Preise stiegen extrem.
Für radikale Krisentheoretiker ist also eigentlich Landkauf die letzte Zuflucht. Man sollte allerdings bedenken, dass der Besitz von Land bei einem radikalen gesellschaftlichen und ökonomischen Umbruch auch nicht garantiert ist. Nicht nur einmal wurden bei Umstürzen die Grundbesitzer enteignet. Auf den Grundbucheintrag zu verweisen hilft da nicht weiter. Falls eine ganz radikale Krise auf uns zukommt, kann man sich auf diese ohnehin kaum vorbereiten. Ganz abgesehen davon, dass sich der Normalbürger nicht mal eben 100 ha gutes Ackerland kaufen kann. Für den Durchschnittsbürger kommt es darauf an, durch ein intelligentes Investment seine Kaufkraft einigermaßen über die Krise zu retten. Falls es ganz schlimm kommt, helfen am besten soziale Netzwerke Gleichgesinnter. In denen kann man sich gegenseitig helfen und wird sogar gesellschaftlich aktionsfähig. Das Motto heißt dann Humankapital statt Finanzkapital.
Zuerst veröffentlicht auf The Intelligence:
http://theintelligence.de/index.php/wirtschaft/finanzen/2713-die-euro-rettungsfront-broeckelt-kommt-das-aus-fuer-griechenland.html
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Du liebe Güte. Der IWF macht sich bei der Griechenland-Hilfe aus dem Staub. Der IWF glaubt nicht mehr, dass Griechenland seine Kredite zurückzahlen wird. Die Rettungsfront bröckelt. Es ist klar, wer jetzt noch mehr zahlen muss: Deutschland. Es wird immer notwendiger, den finanzpolitischen Amoklauf der Merkel-Regierung bald zu stoppen.
Quelle:
http://www.sueddeutsche.de/geld/euro-krise-finanzhilfe-fuer-griechenland-broeckelt-1.1102186
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Die EU-Kommission schürt jetzt kräftig die Angst vor einem Euro-Austritt Griechenlands. Das wäre gaaanz schlimm, so heißt es. Die Drachme würde total absacken gegenüber dem Euro-Rest. Kann schon sein, darum ist es vielleicht besser, wenn wir gleich alle aus dem Euro austreten und das intellektuelle Experiment auf dem Rücken der Bürger beenden.
Quelle:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,764946,00.html
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Prof. Franz Walter kritisiert die Liberalisierung der CDU, weil damit “spirituelle Freiflächen” entstanden sind. Die herkömmlichen bürgerlichen Werte seien durch eine amorphe und instabile Neumittigkeit ersetzt worden, in der weder Diskretion noch humanistische Bildung, weder Heimat noch Religion eine tragende Rolle spielten.
Quelle:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,764406,00.html
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Jetzt ist es auf dem Markt, das neue Buch von Sarah Wagenknecht. Titel: „Freiheit statt Kapitalismus” (angelehnt an den legendären CDU-Slogan „Freiheit statt Sozialismus“ aus dem Jahre 1976). In dem 365 Seiten starken Buch plädiert sie für einen „kreativen Sozialismus“. Das Buch gliedert sich in drei Themenbereiche: Zuerst ein Rundumschlag gegen den herrschenden Kapitalismus, dann schildert sie ihr Konzept eines „kreativen Sozialismus“, zum Schluss folgt der Appell „Wohlstand für alle“. Wen das an Ludwig Erhard erinnert, der irrt nicht.
Erhard wird lobend erwähnt, weil er die soziale Marktwirtschaft wollte und nicht ein knallharter Kapitalist war. Denn auf die Kapitalisten hat Sarah Wagenknecht es abgesehen. Schon zu Beginn des Buches zitiert sie eine aktuelle Umfrage laut der 88 Prozent der Bundesbürger eine „neue Wirtschaftsordnung“ forderten, fast die Hälfte unterstützten den Satz „Der Kapitalismus richtet die Welt zugrunde.“ Das ist Wasser auf die Mühlen der allseits bekannten Linkspolitikerin. Sie geriert sich somit schon zu Beginn des Buches als Stimme des Volkes.
Wer jetzt aber ein Buch voller billiger Polemik erwartet, der liegt falsch. Das Buch ist teilweise eine ordentliche Zusammenfassung der gegenwärtigen Wirtschaftslage, natürlich mit linkem Touch, aber durchaus solide. Wenn sie die Gier der Banken geißelt, dann liegt sie ja schon fast im Mainstream. Sie kritisiert, dass in der gegenwärtigen Marktwirtschaft die ökonomische Machtzusammenballung regiert. Die Marktmechanismen seien außer Kraft gesetzt, die EU mäste die Großkonzerne. Wagenknecht nimmt die klassischen Ordo-Liberalen wie Eucken und Müller-Armack vor dem Vorwurf in Schutz, sie wären Schuld an der herrschenden Wirtschaftsordnung. Fazit von Sarah Wagenknecht: „Ludwig Erhards Versprechen lautete: Wohlstand für alle. Nur ein kreativer Sozialismus wird dieses Versprechen jemals einlösen können.“
Im Kapitel „Kreativer Sozialismus: Einfach.Produktiv.Gerecht.“ verrät sie ihr Kochrezept für eine bessere Wirtschaftsordnung. Man sollte es insgesamt mit den Schulden nicht allzu genau nehmen, zudem läge es an den ganzen Entlastungen für Banken und Konzerne, dass der Staat immer klammer wird. Sie kritisiert, dass im Rahmen der Bankenrettung private Schulden in die öffentliche Hand übergingen. Wagenknecht fordert stattdessen die Streichung der Altschulden der EU-Staaten. Die großen Finanzkonzerne sollten verstaatlicht werden, darüber hinaus müsse eine einmalige Vermögensabgabe auf sehr große Vermögen eingeführt werden. Die Großbanken sollten alle verstaatlicht und vom Druck hoher Renditeansprüche befreit werden. Sparkassen und Genossenschaftsbanken seien angeblich schon auf dem richtigen Weg. Nicht nur da scheint Wagenknecht einiges auszublenden.
Überhaupt soll der Staat einen stark lenkenden Einfluss auf die Wirtschaft nehmen. Zuerst müssten neben den Banken weitere Schlüsselindustrien verstaatlicht werden und dann könne man alles zum allgemeinen Wohl steuern. Sie bezieht sich dabei positiv auf die Vorgehensweise in Frankreich nach 1945, in dem mittels Verstaatlichungen und einer inzwischen legendären Planungsbehörde das Land modernisiert wurde.
In Deutschland klingt das ziemlich abseitig. Sarah Wagenknecht führt aber zu Recht an, dass ein staatliches Unternehmen nicht unbedingt bürokratisch geführt werden muss, sondern auch effizient nach Managementmethoden geleitet werden kann. Verstaatlichung muss auch nicht heißen, dass alles mit einer mediokren Politsoße zugedeckt wird. Tatsächlich belegt Frankreich, dass es auch anders geht.

Insgesamt ein lesenswertes Buch von Sarah Wagenknecht. Natürlich parteilich, mit etlichen Schwächen und Redundanzen, aber auf eine erträgliche Weise. In weiten Abschnitten handelt es sich um eine durchaus passable Zusammenfassung der Diskussion und das Kapitel über Frankreich lohnt besonders in Deutschland einer Lektüre. In der Privatisierung von allem und jedem liegt nicht das Heil. Umdenken ist angesagt. Wagenknecht liefert dafür eine Anregung. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Die Bezeichnung „kreativer Sozialismus“ für ihre Ideen ist allerdings reichlich übertrieben. Aber in der Politik wird ja immer gern dick aufgetragen.
Das Buch ist im Eichborn Verlag erschienen. Für 19,95 € ist es im Buchhandel erhältlich.
Diese Buchbesprechung ist zuerst erschienen in “The Intelligence”
http://theintelligence.de/index.php/feuilleton-/buch-rezensionen/115-sachbuch/2687-sarah-wagenknecht-und-ihr-kreativer-sozialismus.html
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Wieder mal der Juncker. Jetzt fordert er eine Treuhand für Griechenland. Die können sich mal in Ostdeutschland erkundigen, was das gebracht hat.
Juncker: “Die Europäische Union wird das Privatisierungsprogramm künftig so eng begleiten, als würden wir es selbst durchführen.” Er ist ein rechter Schelm der Herr Juncker mit ordentlich schwarzem Humor.
Quelle:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,764072,00.html
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Die überraschendste Meldung der Woche war ohne Zweifel die Verhaftung von IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn in New York. Viele in der Welt ersehnten seine Festnahme, aber aus ganz anderen Gründen. Glaubt man der Polizei und den offiziellen Medien, dann hat er im Hormonstau politischen Selbstmord begangen. Ein Zimmermädchen wurde einem der mächtigsten Männer der Welt zum Verhängnis. Irgendwie kaum vorstellbar, daher sprießen jetzt auch die Verschwörungstheorien. Strauss-Kahn wird inzwischen zur letzten Hoffnung des Euro stilisiert und darum hätten ihn die USA buchstäblich aus dem Verkehr gezogen. Kann aber auch sein, dass er einfach aus überheblicher Dummheit das Gespür für die Verhältnismäßigkeit verlor und glaubte, sich alles herausnehmen zu können. In Frankreich glauben viele an eine Verschwörung. Tatsache ist, das ganze Geldsystem steht auf der Kippe, Dollar und Euro sind in der Krise. Da geht es darum, wer zuerst am Boden liegt. Der Überlebende wird dann noch einige Zeit davon profitieren können. Diese Galgenfrist kann man für gute Geschäfte nutzen. Daher ist es durchaus möglich, dass der Fall Strauss-Kahn in einem größeren Zusammenhang zu sehen ist. In jedem Fall wirft er ein grelles Licht auf die Akteure im gegenwärtigen Geld-Drama.
Es war wieder eine Woche der Hiobs-Botschaften zum Euro. Die Probleme Griechenlands sind viel größer als bisher vermutet. Das Land muss im nächsten Jahr für 30 Mrd. Euro neue Anleihen aufnehmen, zu einem voraussichtlich horrenden Zinssatz von 15 Prozent. Das wäre das Aus für Griechenland. Daher wird jetzt schon wieder ein weiteres Rettungspaket diskutiert. Das 110 Mrd. Hilfspaket für Griechenland soll um 60 Mrd. aufgestockt werden. Natürlich trägt Deutschland wieder die Hauptlast. Es wird immer mehr Geld nachgeschossen, keiner wagt einen grundlegenden Schnitt. Eine teilweise Entschuldung Griechenlands („Haircut“), eine Wiedereinführung der nationalen Währung oder eine Abschaffung des Euro generell will keiner anpacken. Experten sagen für eine Wiedereinführung der griechischen Drachme voraus, dass es zu einer Kapitalflucht kommen würde. Darüber hinaus würden die griechischen Schulden dann in Euro lauten und das führte zum Exitus der griechischen Finanzwirtschaft usw. usw. Für jedes grundlegende Szenario gibt es tausend Gegenstimmen. Und so passiert gar nichts, die EU reitet sich immer mehr hinein in eine völlig aussichtslose Lage. Alle sind ratlos und gelähmt wie das Kaninchen vor der Schlange. In dieser Situation gibt es nur einen Profiteur: die Banken. Je mehr Geld des Steuerzahlers in die EU-Pleitestaaten gepumpt wird, desto mehr verringert sich der Anteil für den die Banken gerade stehen müssen. Je länger die Politiker eine grundsätzliche Lösung aufschieben, desto mehr zahlen die Bürger die Zeche. Die Banken sind dann fein raus. Der nächste Skandal. Die Euro-Krise hat schon eine eigentümliche Dynamik: jede Woche ein neuer Höhepunkt, jede Woche ein weiterer Skandal. Ein Gruselroman mit vielen Fortsetzungen. Da kann man gespannt sein, wer das letzte Kapitel schreibt.
Bis dahin läuft alles auf eine Transferunion hinaus, in der die solide wirtschaftenden Staaten unbegrenzt für die Pleite-Staaten einstehen müssen. Der Berliner Finanzwissenschaftler Kai Konrad hat ausgerechnet, was Deutschland eine echte EU-Transferunion kosten würde. Wollte man die Lebensverhältnisse in den ärmeren EU-Ländern auf 95 Prozent des Durchschnittsniveaus anheben, dann wären dafür unglaubliche 804 Mrd. nötig, und das pro Jahr. Deutschland müsste jährlich 261 Mrd. an die EU überweisen. Eine Anhebung auf nur 50 Prozent des Durchschnittsniveaus würde Deutschland auch noch 75 Mrd. pro Jahr kosten. Bei diesen Summen wäre es mit jeder haushaltspolitischen Gestaltungsfreiheit in Deutschland vorbei. Das Land wäre am Ende. Nur zum Vergleich, das deutsche Autobahnnetz mit seinen rund 12 000 Kilometern hat, nach Angaben des statistischen Bundesamtes in Wiesbaden, einen Zeitwert von 52,5 Milliarden Euro. Mit dem Geld, das Deutschland im Rahmen einer Transferunion jährlich nach Brüssel überweisen müsste, könnte man pro Jahr bis zu 5 Mal alle Autobahnen neu bauen. Das macht die Dimensionen und den Irrsinn der gegenwärtigen Politik klar.
Zuerst veröffentlicht in “The Intelligence”:
http://theintelligence.de/index.php/politik/kommentare/2673-strauss-kahn-und-der-euro-eine-verschwoerung-der-dummheit.html
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Der Berliner Finanzwissenschaftler Kai Konrad hat berechnet, wie viel Deutschland eine echte EU-Transferunion kosten würde.
“Würden, etwa orchestriert durch eine gemeinsame Wirtschaftsregierung, wie Frankreich sie fordert, die Lebensverhältnisse in den ärmeren EU-Ländern auf 95 Prozent des Durchschnittsniveaus angehoben, wäre dazu die gigantische Transfersumme von 804 Milliarden Euro pro Jahr erforderlich. Deutschlands Anteil würde sich auf 261 Milliarden Euro belaufen.
Selbst für eine Anhebung auf 50 Prozent des Durchschnittsniveaus wäre noch ein Transfervolumen von 232 Milliarden Euro nötig, davon 75 Milliarden zulasten der deutschen Steuerzahler. Die Hoffnung auf Steuersenkungen könnten die Bundesbürger dann endgültig begraben.”
Unvorstellbare Summen! Da geht es nicht mehr nur um den Verzicht auf Steuersenkungen, wie der Autor des Artikels glaubt, sondern um tiefe Einschnitte in den Haushalt. Die Bürger werden in einem Ausmaß zur Kasse gebeten werden, wie es jetzt noch gar nicht vorstellbar ist. Das wird die Grundlage des politischen Systems erschüttern. Ein gefährlicher Weg, den die Regierenden da gerade gehen.
Quelle:
http://www.wiwo.de/finanzen/wie-viel-kostet-uns-der-euro-wirklich-466101/
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Den Strategen in Brüssel scheint langsam klar zu werden, dass sie die Kontrolle über die Euro-Krise verloren haben. Springers Welt vergleicht sie mit einem Hühnerhaufen. In jedem Fall werden schon die nächsten Hilfspakete geschnürt. Der Streit in der EU nimmt zu.
Quelle:
http://www.welt.de/wirtschaft/article13377802/In-Bruessel-eskaliert-der-Streit-um-die-Euro-Krise.html
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