Für mich faszinierend: Mit Norbert Röttgen ist wieder die Nachwuchshoffnung einer etablierten Partei implodiert. Diese Nachwuchspolitiker in den 40ern treten immer großspurig auf, wissen immer wo die Kamera steht und sind immer davon überzeugt, dass sie es einfach besser können. Die Medien machen diesen Hype mit, langweilen uns mit Home-Storys und Hofberichterstattung. Und dann wenn es ernst wird, wenn sie alleine vorne stehen, dann zerlegen sie sich selbst, diese selbsternannten Mini-Kennedys. Aber keine Sorge, die nächsten Hoffnungsträger feilen sich schon ihre Fingernägel für den nächsten Auftritt. Für Unterhaltung bleibt gesorgt.
Dr. Weilmeier spricht in Landshut zum Thema “Arbeit richtig organisieren – Burnout vermeiden!”
Mittwoch, 25. April 2012, bei Vivekazentrum Landshut (Freyung 615), 19-21 Uhr
Vortrag von Dr. Christian Weilmeier, Unternehmens- und Organisationsberater, Vorsitzender des Burnout-Kompetenznetz e.V.
„Arbeit richtig organisieren – Burnout vermeiden!“
Immer mehr Arbeitnehmer sind von Burnout betroffen oder stehen kurz davor. Die Zahl der Arbeitsausfälle explodiert, jährlich entsteht ein Produktionsausfall von rund 40 Mrd. Euro. Um etwas zu ändern, muss man sich auch mit den Umständen beschäftigen, unter denen die Menschen arbeiten. Man nennt dies Setting-Ansatz. Dies ist der neue Leitstern der Prävention. Im Vortrag geht es darum, wie man konkret die Arbeit besser organisieren kann, um Burnout zu vermeiden. Organisation ist die wichtigste erste Stellschraube, zum sich all die Schwierigkeiten, Probleme und Kosten zu ersparen, die Burnout im Unternehmen mit sich bringt.
Teilnahme ist kostenfrei
Bitte anmelden unter info@weilmeier.de
Grundprinzip Toleranz auch unter Piraten
Die Piratenpartei auf dem Weg zur sogenannten “Etablierung” und “Professionalisierung”. Jetzt werden Gehälter für die Vorstände gefordert und die Jugendorganisation will einen Maulkorb für anstößige Äußerungen. Sie begreifen nicht: Wer randständige und anstößige Äußerungen verbietet und verfolgt, der verändert das gesamte Meinungsklima. Die Partei wird insgesamt intolerant, keiner traut sich mehr offen seine Meinung zu sagen, weil sie anstößig sein könnte. Genau wie in den anderen Parteien. Ich stimme dem jetzigen Parteivorstand zu, dass man 10 Prozent Idioten einfach aushalten muss. Toleranz muss das Grundprinzip sein, solange keine Gewalt im Spiel ist. Das gilt auf dem Piratenschiff genauso wie auf den etablierten Schlachtschiffen.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,826404,00.html
Pragmatische Lösungen finden: Burnout Kompetenznetz gegründet
Interview mit mir in der Landshuter Zeitung zum Thema Burnout und “Karriere als Lebensziel?”.
Die Landshuter Zeitung berichtet heute auf einer ganzen Seite unter dem Titel “Pragmatische Lösungen finden” über unseren neu gegründeten Verein Burnout-Kompetenznetz e.V. und die Startveranstaltung letzten Donnerstag im Klinikum Landshut. Die Startveranstaltung war toll, so viele Menschen aus den verschiedensten Bereichen und eine super Stimmung. Man glaubt gar nicht, dass es um Burnout ging.
Der Verein Burnout-Kompetenznetz ist Anlaufstelle für Betroffene und Unternehmen. Mehr auf der Homepage www.burnout-kompetenznetz.de
Kontakt:
Dr. Christian Weilmeier
Vorsitzender
Füttererstraße 4
84032 Landshut
E-Mail: info@burnout-kompetenznetz.de
Tel. 0871 – 965 99 778
Link zum Interview:
http://www.idowa.de/landshuter-zeitung/container/container/con/992950.html
Das Land der ewigen Phrasen
Ich hörte gestern ein 20 Jahre altes Interview mit dem damaligen Ministerpräsidenten von Brandenburg Manfred Stolpe (SPD). Eine Ansammlung von Worthülsen: Solidarität, Miteinander, für den Mittelstand, Senkung der Arbeitslosigkeit usw. usw. Das wirkte aber alles sehr modern, hätte aktuell sein können. Mit diesen Phrasen kann man auch heute noch als Politiker Karriere machen. Immer das Gleiche Geschwurbel, seit meiner Schulzeit, seit ich denken kann. Wie deprimierend in einem Land zu leben, in dem sich nie etwas tut, wir immer in die gleiche Sülze eingelegt werden.
Ach ja, die EU wird über 1000 Werbesprüche verbieten. Auch auf den immer weiter grassierenden Verbotswahn kann man sich verlassen.
Die Macht der Exportlobby
Wulff und der nackte Kaiser
Wulff wurde gestern regelrecht aus dem Amt gejagt. Sein Macht-Nimbus mit trötenden Vuvuzelas lächerlich gemacht. Kurz kam bei mir ein Gefühl von 1989 auf, als unüberwindbar geglaubte Institutionen plötzlich ihre Autorität verloren und untergingen. Wovor die Menschen in Ehrfurcht erstarrten und Angst hatten, platzte wie eine Seifenblase. Ich hatte den Traum, dass es eine solche demokratische Revolution auch einmal in ganz Deutschland geben könnte. Die Bürger entdecken, dass der Kaiser nackt ist, verlieren die Angst und machen sich den Staat wieder zu eigen. Erst dann ist die Demokratie wirklich bei uns angekommen, weil wir sie uns selbst erkämpft haben. Es ist Zeit, unsere Demokratie in Deutschland zu erneuern, Fehlentwicklungen zu beenden und auf einer neuen Stufe zu beginnen. Vielleicht überraschen wir uns selbst.
EU-Gipfel: Schönheitsoperation am offenen Herzen
Nun tagt er wieder, der EU-Gipfel. Die Mächtigen geben sich wieder mächtig wichtig und kompetent und natürlich demonstrativ gelassen und abgeklärt. Wirtschaftswachstum heißt jetzt die Parole. Griechenland und der Euro sind gerettet, nachdem die Europäische Zentralbank EZB binnen 2 Monaten 1 Billion Euro in den Markt gepumpt hat. So wird uns das zumindest verkauft. Und wer da Angst vor der Inflation hat, dem machen die graumelierten Herren in den grauen Anzügen schnell klar, dass man das Geld ja flugs der Wirtschaft wieder entziehen könne. Alles sei dann wieder fix und paletti. Wer was anderes behauptet sei ein Graumaler, pardon Schwarzmaler und Nörgler und überhaupt jemand der die rosige Lage erst kaputt rede. Am Aufbaujournalismus beteiligen sich auch gern die etablierten Großmedien, die ja immer wieder schöne Interviews von ihren politischen Matadoren wollen und deshalb gerne als Hofschranzen agieren und das Berichterstattung nennen.
Nur als kleines Detail am Rande. Die 1 Billion Euro wurde von der EZB auf 3 Jahre vergeben und nicht wie früher für wenige Monate. Daher kann das Geld bei beginnender Inflation gerade nicht mehr zurückgeholt werden. Nur ein Element dieses windschiefen Propagandabaus, errichtet von den Ingenieuren der europäischen Korrektheit. Alles schwarz errichtet, ohne Zustimmung der Bürger. Klar, man weiß was man seiner politischen Familie schuldig ist. Ob der ganze Schwarzbau irgendwann zusammenbricht, das interessiert diese Damen und Herren nicht die Bohne. Sie haben sich dann schon ihren Ehrensold genehmigt und schreiben ihre Memoiren in der Karibik.
Wie Helmut Kohl, dieser Untote der deutschen Politik. Diese Woche ist er aus seinem Grab auferstanden und zeigte mit seinem Bimbes-Finger auf die Euro-Kritiker. Europa ist Frieden, Europa ist die Zukunft, der Euro ist wahr und alles ist gut was aus dem Munde des Oggersheimers nach außen aufsteigt. Und schon stehen sie stramm die Jungspontis von der Springer-Presse und die Europaunion jubelt und huldigt der Mutter aller Weisheiten: Scheitert der Euro, dann scheitert Europa.
Nein, Europa ist nicht die Geisel des Kapitalismus und die USA sind auch nicht die Geißel der europäischen Lebensart. Es ist auch nicht Putin, der durch die Lande geistert und als grimmiger KGB-Macho die Freiheit Europas bedroht. Er sind die Politiker, die ein Jahrtausende altes Europa von der Existenz einer Papierwährung abhängig machen, entstanden auf den Reißbrettern von Möchtegern-Historikern zwischen Brüssel und Oggersheim. Die politische Klasse hat die Definitionsmacht an sich gerissen über das was Europa ist. Sie bauen ein Europa der Eliten, das Europa der Bürger verstaubt in den Tiefen von EU-Kommissionsberichten, in denen es regelmäßig beschworen wird als Feigenblatt einer autoritären Politik.
Das Herz Europas liegt offen und verwundet da. Und anstatt, dass sich ein echter Arzt findet, pfuschen die Medizin-Azubis nur daran herum. Alles was sie zustande bekommen ist eine Schönheitsoperation am offenen Herzen, die Drapierung ihres politischen Versagens.
Helmut Kohl droht Euro-Kritikern
Der Hauptschuldige am Euro-Desaster meldet sich mit Drohungen zu Wort: Helmut Kohl. Er ist wieder in seiner alten Rolle, unbelehrbar und arrogant, immer die Ängste der Menschen schürend.
Erst jetzt wird langsam die verheerende Regierungsbilanz dieses Kanzlers deutlich: Euro-Wahn, Negierung deutscher Interessen, Extrem-Verschuldung, Verschleuderung der Rentenkasse, Deutsche Einheit zur Pofit-Maximierung westlicher Konzerne missbraucht, Entmachtung der Bundesbank als Stabilitätsgarant, Verfall der politischen Kultur, Korruption, Bimbesrepublik, Kaltstellen und Verhöhnen aller Menschen, die mehr antreibt als primitive Klientelwirtschaft. Merkel ist nur seine Erbin. Unter Kohl begann der Verfall. Im Grunde wäre Kohl ein Fall für den Staatsanwalt. Das System Kohl lebt weiter. Wir müssen demokratische Strukturen in Deutschland schaffen, die sichern, dass es nie wieder einen Kanzler wie Kohl gibt. Deshalb Direktwahlen für hohe politische Ämter und Volksabstimmungen.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,817952,00.html